Fragen & Antworten zur Rürup-Rente

Auf Experte24 finden Sie umfangreiche Informationen zum Thema Rürup-Rente. Falls trotzdem noch Unklarheiten bestehen, haben wir hier noch einmal die häufigsten Fragen zusammengefasst und verständlich beantwortet.

Sollten dennoch noch Fragen offen sein, nehmen Sie gerne persönlich Kontakt mit uns auf.

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FAQ für Haftpflichtversicherungen

Was ist die Rürup-Rente?

Bei der Rürup Rente, offiziell auch als Basisrente bezeichnet, handelt es sich um ein staatlich gefördertes Produkt der privaten Altersvorsorge, das wenige Jahre nach der Riesterrente eingeführt wurde und die zweite Variante einer Förderrente darstellt. Die Rüruprente ist dabei eine Zusatzrente, die bei Eintritt in das vertraglich festgelegte Rentenalter in monatlich gleichbleibenden Raten an den Versicherungsnehmer ausgezahlt wird. Der früheste Eintritt in die Leistungsphase gilt bei älteren Verträgen ab dem 60. Lebensjahr bzw. ab dem 62. Lebensjahr für alle Verträge, die ab dem Jahr 2012 abgeschlossen werden. Im Unterschied zur Riesterrente findet bei der Rürup Rente die Förderung nicht in Form bestimmter Zulagen statt, stattdessen wird sowohl in der Beitrags- wie in der Leistungsphase eine steuerliche Begünstigung gewährt. Ein Vererben oder Veräußern der Ansprüche aus einer Rürup Rente ist ebenso wenig möglich wie die einmalige Auszahlung der angesparten Beiträge und erzielten Überschüsse im Sinne einer Kapital-Lebensversicherung.

Was sind die Förderbedingungen einer Rürup-Rente?

Die Förderung der Rürup Rente ist ein strenge Voraussetzungen geknüpft, die während der Beitragsphase bis zum Moment der Auszahlung erfüllt sein müssen. Zunächst sind nur zertifizierte Versicherungsverträge förderfähig, die ab dem Jahr 2005 abgeschlossen wurden und zur damaligen Zeit die staatliche Unterstützung im Rahmen des Konzepts zur Basisrente erhielten. Auch die Auszahlung frühestens ab dem 60. Lebensjahr (bzw. ab dem 62. Lebensjahr bei Neuverträgen) ist Grundvoraussetzungen, bei einer früheren Auszahlung ist die Gesamtsumme der Förderung wieder zurückzuzahlen. Dies gilt allerdings nur bei eigenständigen Rürup-Verträgen, die Kopplung z. B. mit einer Berufsunfähigkeitsversicherung stellt eine Ausnahme dar, da hier bewusst eine vorzeitige Inanspruchnahme von Leistungen mit abgesichert wird. Wesentliche Bedingungen der Rürup Rente ist die regelmäßige Auszahlung im Sinne einer echten Zusatzrente, ein Kapitalwahlrecht besteht somit nicht. Abschließend sind einige Vertragskonditionen im Rürup-Vertrag zu erfüllen, die für eine staatliche Förderung unverzichtbar sind. Hierzu zählt die fehlende Vererbbarkeit der Leistungen des Vertrags, ebenso wie die Unmöglichkeit einer Beleihung oder Übertragung auf Dritte. Der Verkauf bzw. die vorzeitige Aufkündigung ist in gleicher Weise ausgeschlossen.

Für wen ist der Abschluss einer Rürup-Rente gedacht?

Die Einführung der Rürup Rente im Jahr 2005 erfolgte vorrangig deshalb, weil Selbstständigen und Freiberuflern nicht die Möglichkeit gegeben war, aufgrund der fehlenden Sozialversicherungspflicht vom staatlich geförderten Konzept der Riesterrente zu profitieren. Aus diesem Grund wird die Rürup Rente heute noch gerne als Konzept beschrieben, dass sich an Selbstständige und Angehörige freier Berufe richtet, auch wenn sämtliche Bundesbürger eine Möglichkeit besitzen, diese Form der privaten Altersvorsorge abzuschließen. Da sich die Förderung in Form von steuerlichen Vorteilen ergibt, sollte einer steuerpflichtigen, beruflichen Tätigkeit nachgegangen werden, um eine Anrechnung als Sonderausgabe bei der Einkommensteuererklärung zu erhalten. Für Angestellte und Arbeiter kann der Abschluss einer Rürup Rente somit ebenfalls sinnvoll sein, vor allem dann, wenn keine Kinder oder kein Ehepartner mit einem eigenständigen Riestervertrag existieren. In diesem Fall fällt die steuerliche Förderung nach dem Rürup-Konzept meist höher aus als die staatliche Zulagenförderung im Rahmen der Riester Rente.

Wie viel Geld muss monatlich in einen Vertrag zur Rürup-Rente einbezahlt werden?

Anders als bei der Riester Rente ist beim Rürup-Modell keine Mindesteinlage vorgeschrieben, mit der ein Vertrag zur privaten Altersvorsorge dotiert werden muss. Der Gesetzgeber schreibt bei der Rürup Rente also weder den Mindestbetrag von fünf Euro, noch vier Prozent des Bruttoeinkommens für den Erhalt der vollen Förderzulage vor, wie dies beides beim Riester-Modell etabliert ist. Der Versicherungsnehmer entscheidet frei, wie viel Geld er in die Basisrente als Vorsorgemodell investieren möchte und kann je nach Anlageprodukt zudem entscheiden, ob seine Beiträge fortlaufend oder durch Einmalzahlungen gewährt werden. Grundsätzlich besteht bei der Dotierung eines Rürup-Vertrags die Möglichkeit zur monatlichen, quartalsweisen oder jährlichen Einzahlung, die steuerliche Förderung wird stets auf die Summe gewährt, die tatsächlich im entsprechenden Steuerjahr in die Rürup Rente investiert wurde.

Kann ich meine Einzahlungen in einen Rürup-Vertrag auch aussetzen?

Ja, grundsätzlich ist es kein Problem, einen Rürup-Vertrag beitragsfrei zu setzen. Auch die Zeitspanne kann hierbei frei vom Versicherungsnehmer gewählt werden, dieser kann sich also nach einigen Monaten oder Jahren wieder dazu entscheiden, erneut die Beitragszahlung für seinen Rürup-Vertrag aufzunehmen. Neben dem kompletten Aussetzen der Beitragszahlung ist es alternativ möglich, mit der Versicherung eine Reduktion der Beiträge auszuhandeln. Bei vielen Vertragsmodellen ist ohnehin eine große Freiheit bei der Dotierung gegeben, in diesem Fall wird nicht eine feste, monatliche Einzahlung in gleicher Höhe vorgeschrieben. Wer sich für die Reduktion bzw. das komplette Aussetzen seiner Beitragszahlungen entscheidet, sollte jedoch berücksichtigen, dass hierdurch die Ablaufleistung des Vertrags geschmälert wird und somit nicht mehr die ursprünglich ermittelte Rentenhöhe erreicht werden dürfte.

Was bedeutet Rentengarantiezeit und wie lange dauert sie bei der Rürup-Rente?

Als Rentengarantiezeit wird eine Zeitspanne von mehreren Jahren bezeichnet, über die eine private Zusatzrente garantiert ausgezahlt wird. Grundsätzlich wird eine Rürup Rente über die Dauer der Lebenszeit des Versicherungsnehmers ausgezahlt, sollte dieser allerdings früh versterben, kann durch eine längere Rentengarantiezeit eine fortwährende Auszahlung für die Hinterbliebenen veranlasst werden. Sollte eine entsprechende Regelung nicht oder für einen zu kurzen Zeitpunkt getroffen worden sein, geht das ausstehende Vermögen im Todesfall des Versicherungsnehmers an die Versicherung über und kommt so der Gesamtheit der Versicherungskunden bzw. dem absichernden Unternehmen zu Gute. Gerade bei Eheleuten und Familien spielt die Option der Rentengarantiezeit eine wesentliche Rolle, die abhängig von den eigenen finanziellen Möglichkeiten über einen möglichst langen Zeitraum gewährt werden sollte.

Ist die Rürup-Rente eine sinnvolle Absicherung für Beamte?

Die Rürup Rente ist als Konzept der privaten Altersvorsorge für sämtliche Berufsgruppen in Deutschland geeignet und kann somit auch von Beamten abgeschlossen werden. Da die Förderung des Staates sich ausschließlich in steuerlicher Hinsicht erweist, lohnt sich die Rürup Rente für Beamte umso mehr, je höher das Jahreseinkommen ausfällt und je höher ein Rürup-Vertrag dotiert werden kann. Mit einer gehobenen Dotierung des Vertrags lassen sich größere Summen steuermindernd bei der Einkommensteuererklärung anrechnen. Da mit einem wachsenden Einkommen auch die Steuerlast steigt, profitieren Beamte mit einem höheren Gehalt noch stärker von steuerlichen Vergünstigungen als Beamte mit geringeren Jahreseinnahmen. Eine individuelle Eignung für die eigene Person sollte im Rahmen einer Gegenüberstellung mit anderen Konzepten zur privaten Altersvorsorge erfolgen, die auch für Beamte immer stärker einen Sinn zur Absicherung des Lebensabends ergeben.

Kann die Rürup-Rente zu einer Immobilienfinanzierung eingesetzt werden?

Nein, diese Möglichkeit besteht nicht. Die Rürup Rente kommt ausschließlich als monatliche Rentenzahlung in fester Höhe zur Auszahlung, eine einmalige Kapitalauszahlung der eingezahlten Beiträge plus zusätzlicher Überschüsse ist bei diesem Vorsorgekonzept nicht möglich. Genauso wenig lässt sich eine Rürup Rente verkaufen oder verpfänden, um frisches Kapital für eine Immobilienfinanzierung zu erhalten. Sollte früh im Leben ein Interesse an einer staatlich geförderten Immobilienfinanzierung bestehen, sind daher andere Konzepte wie z. B. der Wohn-Riester oder ein Bausparvertrag mit der staatlichen Eigenheimzulage zu überprüfen.

Was passiert mit der Rürup-Rente im Falle einer Scheidung?

Die Rürup Rente fällt wie viele andere Produkte der privaten Altersvorsorge unter den sogenannten Versorgungsausgleich und wird entsprechend im Scheidungsfall durch das Familiengericht mit berücksichtigt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob sich der Rürup-Vertrag aktuell noch in der Ansparphase befindet oder bereits Rentenzahlung erfolgen. Nach Inkrafttreten der Scheidung hat der Versicherungsnehmer lediglich in der Ansparphase die Möglichkeit, über die Fortführung des Hinterbliebenenschutzes nachzudenken und eventuell nur noch auf die individuelle Absicherung im Rahmen der reinen Rürup Rente zu vertrauen.

Ist die Rürup-Rente eine sichere Form der Altersvorsorge?

Verglichen mit anderen Konzepten zur privaten Altersvorsorge und der gesetzlichen Rentenversicherung ist die Rürup Rente als besonders sicheres Vorsorgekonzept zu bezeichnen. Zum einen wird die Rürup Rente bedingungslos bis zum Lebensende gewährt, bei einem frühen Versterben bzw. einer besonders lang festgelegten Garantiezeit können sogar noch die Hinterbliebenen von Zahlungen aus dem Rürup-Vertrag profitieren. Zum anderen lässt sich die Rürup Rente nicht verpfänden oder in anderer Weise veräußern, die Anwartschaft auf eine private Altersvorsorge bleibt also auch im Falle einer Privatinsolvenz bestehen. Auch bei einer längeren Arbeitslosigkeit und dem Beziehen von Ersatzleistungen wie dem Arbeitslosengeld II (Hartz IV) darf die Rürup Rente nicht als Vermögen des Versicherungsnehmers angerechnet werden und bleibt so auch in schwierigen Lebensphasen als sichere Form der Altersvorsorge erhalten.

Welcher Zusatzschuitz kann bei der Rürup-Rente vereinbart werden?

Grundsätzlich bestehen zwei Möglichkeiten, einen Vertrag zur Rürup Rente um weitere Versicherungsleistungen zu ergänzen. Zum einen lässt sich diese Form der privaten Altersvorsorge um eine Erwerbs- bzw. Berufsunfähigkeitsversicherung ergänzen, um die Arbeitskraft des Versicherungsnehmers bis zum Erreichen des Rentenalters finanziell abzusichern. Sollte ein solcher Schutz vereinbart werden, ist abzuklären, ob der Rürup-Vertrag auch nach Eintritt der Erwerbs- oder Berufsunfähigkeit weiterhin mit regelmäßigen Beiträgen zu dotieren ist. Zum anderen wird eine Absicherung der Hinterbliebenen für den Todesfall des Versicherungsnehmers möglich. Der Gesetzgeber schreibt hierbei vor, dass es sich bei den begünstigten Hinterbliebenen zwingend um den Ehepartner bzw. die Kinder des Versicherungsnehmers handelt, für die im Moment des Todes ein Anrecht auf Kindergeld bzw. auf einen Freibetrag besteht. Selbst durch die Hinzunahme der genannten Zusatzversicherungen ist eine steuerliche Begünstigung des Vertrags nach dem Rürup-Konzept weiterhin möglich, allerdings unter einer Voraussetzung: Die innerhalb eines Jahres für die Rürup Rente eingezahlten Beiträge müssen mehr als 50 Prozent der gesamten Beitragssumme ausmachen, die Rürup Rente muss beim Vertrag also fortwährend im Vordergrund stehen.

Welche Vorteile ergeben sich durch die Rürup-Rente?

Die Vorteile der Rürup Rente ergeben sich sowohl in der Beitragsphase wie in der Leistungsphase und wirken sich jeweils steuerlich aus. Während der Beitragsphase lassen sich aktuell (Stand: 2012) 74% der Einzahlungen in einen Rürupvertrag steuerlich als Sonderausgaben geltend machen, wobei die zur Bemessung herangezogenen Höchstbeträge bei 20.000 Euro für ledige Versicherungsnehmer und doppelt so hoch bei Verheirateten liegen. Die steuerliche Anrechnung wird mit jedem Jahr sukzessive um zwei Prozentpunkte erhöht, so dass ab dem Jahr 2025 eine volle Anrechnung als Sonderausgabe orientiert an den genannten Höchstbeträgen möglich wird. Sollte es während der Beitragsphase zu einer Arbeitslosigkeit kommen, ist das angesparte Vermögen eines Rürupvertrags vor einer Verpfändung sicher und steht somit in jedem Fall für den eigenen Lebensabend bereit. Während der Auszahlungsphase besteht zudem der steuerliche Vorteil, dass nur ein prozentualer Anteil der Auszahlungssumme nach dem Alterseinkünftegesetz zu versteuern ist. Aktuell liegen die anzurechnenden Anteile bei 80%, erst ab dem Jahr 2040 ist die Rürup Rente in vollem Umfang als Alterseinkunft zu versteuern.

Wie wird die Rürup-Rente gefördert?

Die Rürup Rente wird ausschließlich steuerlich gefördert, eine Gewähr von festen Zulagen wie bei der Riester Rente existiert nicht. Ausgehend von einem Höchstbetrag von 20.000 Euro für ledige Versicherungsnehmer bzw. 40.000 Euro für Verheiratete können aktuell im Jahr 2012 bis zu 74 Prozent der genannten Grenzbeträge als Sonderausgabe bei der Einkommensteuererklärung angegeben werden, bei einer geringeren Dotierung eines Rürup-Vertrags pro Jahr wird der entsprechend niedrigere Betrag steuerlich angerechnet. Der anrechenbare Prozentsatz wird von Jahr zu Jahr um zwei Prozentpunkte gesteigert, ab dem Jahr 2025 wird es somit möglich, die volle Summe der oben genannten Grenzbeträge steuermindernd anzugeben und so die Gesamtsteuerlast bei der Einkommensteuererklärung zu reduzieren. Auch in der Auszahlungsphase findet eine Förderung der Rürup Rente statt, aktuell sind nur 80 Prozent der Auszahlungssumme eines Rürup-Vertrags nach dem Alterseinkünftegesetz zu versteuern. Erst ab dem Jahr 2040 findet eine volle Versteuerung für dann zur Auszahlung kommende Renten statt.

Welche Steuern werden bei der Rürup-Rente fällig?

Wie andere Zusatzrenten fällt auch die Rürup Rente als sonstige Einnahme unter das Alterseinkünftegesetz, d. h. diese Zusatzrente ist bei der Einkommensteuererklärung als Rentner anzugeben und zu versteuern. Bis zum Jahr 2040 ergeben sich allerdings steuerliche Vorteile, da nicht die gesamte Summe der Zusatzrente als Einkommen steuerlich angerechnet wird. Aktuell (Stand: 2012) werden 80 Prozent der individuellen Rentenzahlung angerechnet, 20 Prozent bleiben folglich steuerfrei. Mit jedem Jahr steigt der Anteil der zu versteuernden Rente um einen Prozentpunkt, ab dem Jahr 2040 ist daher die Rürup Rente in vollem Umfang zu versteuern. Wichtig ist hierbei, dass als Maßstab für die Versteuerung stets das Jahr herangezogen wird, in welchem die Rürup Rente erstmalig zur Auszahlung kam. Sollte also ein Bundesbürger im aktuell laufenden Jahr 2012 eine erste Rentenzahlung aus seinem Rürup-Vertrag erhalten, hat er auch in den Folgejahren bis zu seinem Lebensende lediglich den Anteil von 80 Prozent dieser Zusatzrente zu versteuern.

Ist bei Rentenbeginn auch eine einmalige Kapitalauszahlung möglich?

Nein, diese Option wurde bewusst vom Gesetzgeber nicht eingeräumt und gilt auch beim anderen Modell der staatlich geförderten Riester Rente nicht. Wer sich für eine Rürup Rente entscheidet, bekommt vom Zeitpunkt der Leistungsphase an Monat für Monat eine feste Zusatzrente ausbezahlt, dies allerdings definitiv bis zu seinem Lebensende. Wer eine private Altersvorsorge mit der Option auf eine Kapitalauszahlung abschließen möchte, sollte sich alternativ für eine Kapital-Lebensversicherung entscheiden, allerdings findet für diese keine staatliche Förderung bzw. keine steuerliche Vergünstigung im Sinne einer Rürup Rente statt.

Wann wird die Rürup-Rente ausbezahlt?

Die Auszahlung der Rürup Rente ist vertraglich festgelegt und bei den meisten Versicherungen und Finanzdienstleistern sehr flexibel gestaltet. Für Verträge, die vor dem Jahr 2012 abgeschlossen wurden, ist eine Auszahlung der Rente ab dem 60. Lebensjahr möglich, in den meisten Fällen besitzt der Versicherungsnehmer die Wahlfreiheit, zwischen dem 60. und 68. Lebensjahr zu einem frei bestimmbaren Zeitpunkt auf seine private Zusatzrente zuzugreifen. Ein späterer Zeitpunkt der Auszahlung kann sinnvoll sein, wenn der Versicherte ab dem 60. Lebensjahr noch im Berufsleben steht und weiterhin seinen Rürup-Vertrag dotieren möchte. Wird einige Jahre länger in dieses Versicherungsprodukt eingezahlt, lässt sich die Höhe der bis zum Lebensende gezahlten Rente noch einmal aufbessern. Verträge zur Rürup Rente, die ab dem Jahr 2012 abgeschlossen wurden, bieten die Vollendung des 62. Lebensjahr als Zeitpunkt der frühestens Auszahlung. Mit der Erhöhung des Auszahlungsalters wurde auf die ebenfalls höhere Altersgrenze zum Einstieg in das gesetzliche Rentenalter Rücksicht genommen, die sukzessive auf das 67. Lebensjahr angehoben wird.

Kann meine Basisrente auf jemanden übertragen werden?

Nach den gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Rürup Rente wurde ganz bewusst darauf verzichtet, dass diese auf eine andere Person übertragen werden kann. Von den Auszahlungen des Rürup-Vertrags profitiert somit ausschließlich der Versicherungsnehmer selbst. Eine Alternative zur ergänzenden Absicherung des Ehepartners oder einer anderen Person ist die Hinzunahme eines Hinterbliebenenschutzes, die sich bei vielen Versicherungen mit einer Rürup Rente koppeln lässt. Sollte der Versicherungsnehmer während der Ansparphase versterben, wird auf Basis der bislang eingezahlten Beiträge bei einem gültigen Hinterbliebenenschutz eine Rentenzahlung ermittelt, die über einen bestimmten festgelegten Zeitraum an den oder die Begünstigten ausgezahlt wird. Sollte der Tod während der Leistungsphase des Rürup-Vertrags eintreten, kann eine Fortzahlung der Leistungen an die Hinterbliebenen vertraglich vereinbart werden, die allerdings ebenfalls zeitlich befristet ist.

Können die Hinterbliebenen bei einer Rürup-Rente mit abgesichert werden?

Die Hinterbliebenen eines Versicherungsnehmers lassen sich durch einen Vertrag zur Rürup Rente unter gewissen Voraussetzungen mit absichern. Ohne eine spezielle, vertraglich getroffene Regelung besteht allerdings kein automatischer Schutz, da die Leistungen eines Rürup-Vertrags nicht auf andere Personen übertragen werden können. Etabliert hat es sich, beim Abschluss einer Rürup Rente einen ergänzenden Hinterbliebenenschutz mit in den Vertrag einzuschließen. Um weiterhin von der staatlichen Förderung der Rürup Rente in Form von steuerlichen Vorteilen zu profitieren, darf der Beitrag für den Hinterbliebenenschutz jedoch maximal 50 Prozent des Gesamtbeitrags ausmachen. Bei der Versorgung der Hinterbliebenen sind enge Kriterien an den Personenkreis formuliert, die von den Leistungen des Rürup-Vertrags profitieren. Hierzu zählen ausschließlich der Ehepartner sowie die Kinder des Versicherten, wobei für letztere zum Zeitpunkt des Todes ein Anrecht auf Kindergeld oder die Anrechnung eines Freibetrags gegeben sein muss.

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