Der große Ratgeber für die Zahnzusatzversicherung


Unser Ratgeber zur Zahnzusatzversicherung wurde von unseren Experten in mühevoller Kleinstarbeit erstellt. Seit der Gründung von Experte24 haben wir tausende Beratungsgespräche geführt, tausende Fragen beantwortet und viel dazu gelernt. Wir möchten Ihnen mit unserem Ratgeber nun ein Expertenwissen in die Hand geben, mit dem Sie selbst zum Experten werden können.
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Ratgeber für die Zahnzusatzversicherung

Was ist eine Zahnzusatzversicherung?


Es gibt die verschiedensten Zusatzversicherungen, mit denen die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen erweitert werden können. Die wichtigste Zusatzversicherung überhaupt ist die Zahnzusatzversicherung, denn früher oder später kommt jeder einmal in die Situation, dass Zahnersatz benötigt wird oder andere teure Zahnbehandlungen notwendig werden.

Zahnbehandlungen kommen auf jeden zu

Für viele Menschen ist der Gedanke an mögliche Zahnbehandlungen ein mehr als unangenehmes Thema. Kaum jemand geht gerne zum Zahnarzt und dennoch bleibt fast niemand von aufwendigen und kostenintensiven Zahnbehandlungen verschont. Doch die Kosten für aufwendige Zahnbehandlungen oder Zahnersatz werden nur zu einem geringen Teil von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Eine Zahnzusatzversicherung schließt diese Versorgungslücke.

Die Leistungen der GKV reichen meist nicht aus

Das Leistungsspektrum der gesetzlichen Krankenkassen reicht in den meisten Fällen bei weitem nicht aus, um den Erhalt der Zahnsubstanz in angemessener und vor allem vom Patienten gewünschter Form zu gewährleisten. Von den Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen sind zahnärztliche Leistungen seit langem stark betroffen. Schon heute sind viele Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen im Bereich der Zahnmedizin auf ein Minimum reduziert und es ist nicht abzusehen, inwieweit die Patienten in Zukunft noch weitaus höhere Eigenleistungen erbringen müssen. Eine Zahnzusatzversicherung ist eine notwendige und sinnvolle Vorsorgemaßnahme.

Eine Zahnzusatzversicherung ist eine lohnende Investition für die Zukunft

Zahnbehandlungen und Zahnersatz können leicht Kosten im vierstelligen Bereich verursachen und werden meist nicht in vollem Umfang durch die gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Durch eine Zahnzusatzversicherung werden nicht nur hohe Eigenleistungen vermieden. Nicht selten werden teure Zahnbehandlungen genau dann notwendig, wenn die finanziellen Mittel dafür nicht vorhanden sind. Mit einer Zahnzusatzversicherung sind Sie immer und jeder Situation abgesichert. Ihre Leistungen beginnen genau dort, die gesetzlichen Leistungen für Zahnbehandlungen enden und reichen weit über die Leistungen der GKV hinaus (Grabosch, 2004: S.49 – Quelle).

Die persönlichen Ansprüche nicht vergessen

Neben der Erhaltung der Zahngesundheit spielen bei vielen Zahnbehandlungen auch ästhetische und kosmetische Aspekte eine Rolle. Selbstverständlich sollen die Zähne bis ins hohe Alter nicht nur gesund sein, sondern auch den ästhetischen Ansprüchen entsprechen. Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen umfassen jedoch nur medizinisch notwendige Behandlungen und Maßnahmen. Eine Zahnzusatzversicherung macht es möglich, dass ein notwendiger Zahnersatz auch den persönlichen Ansprüchen entsprechend ausfällt.

Ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll?


Immer mehr Menschen legen großen Wert auf gesunde und gepflegte Zähne. Besonders Zahnersatz sollte qualitativ hochwertig sein, doch dies wird immer mehr zur Kostenfrage. Ob eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist oder nicht, hängt nicht zuletzt davon ab, ob der Patient über eine gesetzliche oder private Krankenkasse krankenversichert ist. Darüber hinaus spielen selbstverständlich die individuellen Ansprüche sowie die individuelle Zahngesundheit eine große Rolle.

Krankenversicherten Karte

Für gesetzlich Versicherte unverzichtbar

Gesetzlich Versicherte kommen bei Zahnbehandlungen nicht um Zuzahlungen herum. Im Zuge der Kosteneinsparungen im Gesundheitswesen muss, je nach Behandlung, durchaus mit Zuzahlungen in 5-stelliger Höhe gerechnet werden. Während die Kosten für Metallgusskronen und Metallbrücken noch relativ überschaubar sind, können Implantate enorme Kosten verursachen, die kaum jemand schnell und einfach aus eigener Tasche zahlen kann. Obwohl die Leistungen der privaten Krankenversicherungen im Bereich der Zahnmedizin verhältnismäßig gut und komfortabel sind, kann die Höhe der Kostenübernahme auch für Privatversicherte je nach Tarif und Anbieter unterschiedlich ausfallen. Mitglieder der gesetzlichen Krankenkassen müssen bei allen Zahnersatzbehandlungen einen eigenen Kostenanteil übernehmen. Dabei hat sich gezeigt, dass der zu leistende Eigenanteil in den vergangenen Jahren erheblich angestiegen ist und auch in Zukunft ist mit weiter steigenden Kosten zu rechnen. Für gesetzlich Versicherte ist daher eine Zahnzusatzversicherung nicht nur sinnvoll, sondern dringend ratsam.

Die individuelle Zahngesundheit beachten

Früher oder später kommt kaum jemand an einem Zahnersatz vorbei. Der aktuelle Gesundheitsstatus der eigenen Zähne spielt dabei ein wichtige Rolle. Sehr oft wird der Abschluss einer privaten Absicherung auf Später verschoben, dies ist aber in vielen Fällen zu spät. Wer schon in jungen Jahren relativ viele Zahnfüllungen hat, sollte damit rechnen, dass verhältnismäßig früh eine Brücke oder Implantate auf dem Plan steht. Auch bei Patienten mit Wurzelfüllungen oder Parodontitis besteht ein erhöhtes Risiko des Zahnverlusts. Treten solche Fälle auf, ist es für eine Versicherung zu spät. Die entstanden Kosten müssen vom Patienten abzüglich der gesetzlichen Leistungen selbst übernommen werden. Daher sollte auf eine Zusatzversicherung nicht verzichtet werden. Allgemein ist der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung bereits in jungen Jahren sehr sinnvoll, um solchen Fällen vorzusorgen.

Ein frühzeitiger Versicherungsabschluss ist sinnvoll

Auch bei einem guten Gesundheitszustand des Gebisses ist eine Zahnzusatzversicherung für gesetzlich Versicherte sinnvoll. Meist rechnet es sich nicht, den durch eine fehlende Zahnzusatzversicherung eingesparten Versicherungsbeitrag über die Jahre für eventuell notwendigen Zahnersatz anzusparen. Ein nennenswerter Vorteil eines frühzeitigen Versicherungsabschlusses liegt in der Beitragsrelevanz des Eintrittsalters. Je jünger der Versicherungsnehmer zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses, desto günstiger wird der Versicherungsbeitrag. Bestehen bereits Vorschädigungen des Gebisses oder Vorerkrankungen, die auf die Notwendigkeit von Zahnersatz in nächster Zukunft hindeuten, ist es sinnvoll, möglichst zügig einen Antrag auf Zahnzusatzversicherung zu stellen. Grundsätzlich kann zwar jeder eine Zahnzusatzversicherung abschließen, jedoch kann die Versicherung den Antrag aufgrund der hohen zu erwartenden Kosten im Falle eines äußerst schlechten Gebisses ablehnen. Doch auch wenn es zu einem Vertragsabschluss kommt, wird in der Regel ein Beitragszuschlag oder eine Reduzierung der Leistungshöhe in den ersten Versicherungsjahren vereinbart, oder – im schlechtesten Fall – die Kostenübernahme verweigert, sofern das verursachende Zahnproblem schon vor Abschluss der Versicherung vorlag. Darüber hinaus beinhalten die meisten Policen eine Wartezeit, bevor erstmalig die Behandlungskosten übernommen werden.

Die individuellen Ansprüche beim Zahnersatz bedenken

Der Erhalt eines gesunden und vor allem funktionstüchtigen Gebisses, ist selbstverständlich das wichtigste Ziel einer jeden Zahnbehandlung. Doch neben der Zahngesundheit spielen kosmetische und ästhetische Aspekt für die meisten Patienten eine wichtige Rolle. Die gesetzlichen Krankenkassen erbringen hierbei allerdings nur minimale Leistungen für Zahnersatz. Diese richtet sich nach Art des Befundes und entspricht in etwa 50% mit Bonusheft. Wird das Bonusheft 5 Jahre lückenlos geführt, kommen noch einmal 20% des Festzuschusses hinzu, nach 10 Jahren 30%. Die Kostenübernahme gilt jedoch nur für die sogenannte Regelversorgung. Damit wird die einfachste Ausführung beim Zahnersatz, sofern dieser medizinisch notwendig ist, bezeichnet. Auch wenn keine großen Ansprüche an einen notwendigen Zahnersatz gestellt werden, macht dies klar, dass auch in diesem Beispiel eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist.
Werden statt Metallgusskronen keramikverblendete Kronen oder Inlays aus Gold gewünscht, ist eine Zahnzusatzversicherung unumgänglich. Die Kosten explodieren hierbei förmlich, sodass der Abschluss sich ohne Zweifel lohnt.

Festzuschüsse – Geringe Leistungen durch die GKV


Aufgrund der Kostenexplosion im medizinischen Bereich sind die Leistungen der GKV in den vergangenen Jahren im Allgemeinen zunehmend geringer geworden. Besonders betroffen ist der zahnmedizinische Bereich. Patienten erhalten für notwendige Behandlungen und Zahnersatz, unabhängig von den tatsächlichen Behandlungskosten, einen auf den jeweiligen Befund bezogenen Festzuschuss. Notwendige Zuzahlungen durch den Patienten sind also die Regel. Je nach Erkrankung und Behandlungsbedarf können so die Eigenkosten für notwendigen Zahnersatz oder Zahnbehandlungen schnell mehrere tausend Euro betragen. Eine Zahnzusatzversicherung ist daher sinnvoll und ratsam, denn sie reduziert den Eigenanteil erheblich. Eine Übersicht über die tatsächlich geleisteten Festzuschüsse der GKV macht die Notwendigkeit einer Zahnzusatzversicherung mehr als deutlich und hilft dabei realistisch einschätzen zu können, wie hoch die Eigenbelastung im Falle von benötigtem Zahnersatz oder notwendigen Zahnbehandlungen tatsächlich sein kann.

Festzuschüsse werden unterschiedlich bemessen

Generell übernimmt die GKV nur die Kosten für Behandlungsmaßnahmen und Zahnersatz, welche zur Regelversorgung gehören. Alle zahnärztliche Leistungen, die über die Regelversorgung hinausgehen sowie die Verwendung höherwertiger Materialien beim Zahnersatz werden grundsätzlich nicht von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Doch auch Maßnahmen, die unter die Regelversorgung fallen, können mit unterschiedlich hohen Festzuschüssen bezuschusst werden. Die Höhe des geleisteten Festzuschuss richtet sich nicht nur nach der Art der Behandlung. Auch das Patientenverhalten spielt für die Höhe der Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen eine Rolle. So fallen Festzuschüsse geringer aus, wenn in der Vergangenheit keine Vorsorgeuntersuchungen wahrgenommen wurden und kein Bonus-Heft geführt wurde (Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) – Quelle).

Regelversorgung, gleichartige Versorgung und andersartige Versorgung

Behandlungen, die unter die Regelversorgung fallen, dienen der reinen Grundversorgung der Patienten. Das bedeutet, neben der medizinischen Notwendigkeit derartiger Behandlungen muss ein möglicher Zahnersatz funktionell ausreichend und zweckmäßig sowie kostengünstig angefertigt werden. Die Höhe des Festzuschusses der GKV richtet sich nach dem individuellen Befund und den für die Regelversorgung festgelegten Behandlungskosten. Behandlungen und Zahnersatz gelten als gleichartige Versorgung, wenn die Leistungen der Regelversorgung durch zusätzliche Leistungen ergänzt werden. Ergänzungsleistungen können beispielsweise aus kosmetischen Gründen erbracht werden. Auch im Falle von gleichartigen Versorgungsmaßnahmen leistet die GKV lediglich einen befundbezogenen Festzuschuss für die Behandlungsmaßnamen, welche zur Regelversorgung gehören. Die Differenzkosten für zahntechnische und zahnärztliche Mehrleistungen muss der Patient selber tragen. Bei der Abrechnung gleichartiger Behandlungen rechnet der Zahnarzt die Kosten für die Regelversorgung direkt mit der gesetzlichen Krankenkasse ab. Den Differenzbetrag stellt er dem Patienten direkt in Rechnung. Wenn eine Behandlung komplett von den Therapieformen der Regelversorgung abweicht, gilt diese als andersartige Versorgung. Werden mehrere fehlende Zähne beispielsweise statt mit einer herausnehmbaren Teilprothese durch Implantate ersetzt, wäre diese Behandlung eine andersartige Versorgung. Für derartige Therapieformen zahlt die GKV, genau wie für Behandlungsmaßnahmen gleichartiger Versorgung nur den befundsorientierten Festzuschuss für die Leistungen der Regelversorgung. Alle weiteren Kosten gehen zu Lasten des Patienten und werden diesem vom Zahnarzt separat in Rechnung gestellt.

Festzuschüsse für Zahnfüllungen

Solange ein geschädigter Zahn durch entsprechende Maßnahmen noch zu retten ist, wird der Schaden durch eine Zahnfüllung behoben. Zahnfüllungen können aus unterschiedlichen Materialien bestehen. Zur Auswahl stehen Amalgam oder Kunststoff. Alternativ kann auch ein Inlay in den Zahn eingebracht werden. Inlays werden aus Gold, Kunststoff oder Keramik hergestellt. Damit stehen unterschiedliche Materialien und Methoden zur Verfügung, sodass die Behandlung den individuellen Ansprüchen entsprechend durchgeführt werden kann. Obwohl schon seit vielen Jahren die Verwendung von Amalgam mehr als umstritten ist, übernimmt die GKV nur die Kosten für Amalgam-Füllungen zu 100%. Dabei werden die Behandlungskosten mit 30 Euro veranschlagt. Soll ein anderes Füllmaterial verwendet werden oder ein Inlay in den geschädigten Zahn eingebracht werden, gewährt die GKV nur den Festzuschuss von rund 30 Euro für eine Amalgam-Füllung. Die Differenzkosten für alle anderen Therapiemöglichkeiten muss der Patient selber tragen.

Festzuschüsse für Zahnersatz

Fehlen ein oder mehrere Zähne sollten die entstandenen Zahnlücken durch einen entsprechenden Zahnersatz geschlossen werden. Ein Zahnersatz kann in Form von Brücken, Kronen oder Teleskopkronen, Teil- oder Vollprothesen oder Implantaten die Lücken im Gebiss schließen. Laut den Vorgaben der GKV in Bezug auf die Kostenübernahme soll das Ziel einer Zahnersatzbehandlung die Wiederherstellung einer ausreichenden Funktionsfähigkeit des Gebisses sein. Dieses Behandlungsziel bedeutet jedoch nicht unbedingt, dass mit der dementsprechenden Behandlungsmethode auch die bestmögliche Funktionsfähigkeit erreicht wird. Zuschüsse durch die GKV gibt es nur für Behandlungsmethoden zur Wiederherstellung einer ausreichenden Funktionsfähigkeit. Diese werden befundsorientiert anhand einer festgelegten Zuschusstabelle festgelegt und richten sich weder nach den Wünschen und Ansprüchen des Patienten, noch nach der vom Zahnarzt festgelegten Behandlungsmethode. So zahlt die GKV beispielsweise für Behandlungen zahnbegrenzter Lücken mit drei nebeneinander liegenden fehlenden Zähnen einen Festzuschuss von 387,68 Euro, wenn kein Bonus-Heft geführt wurde. Alle darüber hinausgehenden Kosten müssen vom Patienten gezahlt werden. Auch für die einfachste Zahnersatz-Variante mit ausreichender Funktionsfähigkeit müssen die Patienten mit hohen Eigenkosten rechnen. Für entsprechend hochwertige, funktionstüchtige und optisch ansprechende Varianten muss mit mehreren tausend Euro gerechnet werden. Implantate können hingegen in einzelnen Ausnahmefällen mit einem Festzuschuss, der über den Zuschuss für die Regelversorgung hinausgeht, von der GKV bezuschusst werden. Dabei handelt es sich jedoch um seltene Einzelfälle, welche durch einen GKV Gutachter geprüft werden. Gründe für die Bewilligung eines solchen erhöhten Festzuschusses können angeborene Kieferfehlbildungen, Kieferdefekte infolge von Tumoren, Unfällen, Spastiken und Zysten sowie eine generalistische Nichtanlage der Zähne sein.

Kosten für Parodontosebehandlungen und professionelle Zahnreinigung

Zahnfleischerkrankungen gehören zu den häufigsten Gründen für die Schädigung und den Verlust von an sich gesunden Zähnen. Zahnärzte raten daher dazu, regelmäßig zur Prophylaxe eine professionelle Zahnreinigung vornehmen zu lassen. Für Prophylaxebehandlungen zahlt die GKV jedoch nur anteilig. Liegt bereits eine Parodontoseerkrankung vor, empfehlen Zahnärzte eine möglichst frühzeitige Behandlung und halten eine medizinische Notwendigkeit für Behandlungsmaßnahmen bereits ab einer Taschentiefe von 1,5 mm für gegeben. Die gesetzlichen Krankenkassen sehen die medizinische Behandlungsnotwendigkeit hingegen erst ab einer Taschentiefe von 3,5 mm und übernehmen die Kosten für eine, im Sinne der GKV medizinisch notwendige Behandlung erst nach der Bewilligung eines vorliegenden Behandlungsplans.

Kosten für kieferorthopädische Behandlungen

Kieferorthopädische Behandlungen werden von der GKV nur entsprechend ihrer medizinischen Behandlungsbedürftigkeit bezuschusst. Die Behandlungsbedürftigkeit wird anhand von fünf kieferorthopädischen Indikationsgruppen (KIG 1 bis 5) festgestellt. Generell übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nur Kosten für kieferorthopädische Behandlungen von Kindern und Jugendlichen bis zum 18. Lebensjahr, wenn diese in die KIG 3, 4 oder 5 eingestuft werden. Bei der Einstufung in KIG 1 oder 2 ist der Schweregrad der Behandlungsbedürftigkeit für die GKV zu geringfügig, sodass in diesen Fällen keine Kosten übernommen werden. Erwachsene erhalten nur in Ausnahmefällen Leistungen für kieferorthopädische Behandlungen. Schwere Kieferfehlbildungen wären zum Beispiel ein solcher Ausnahmefall.

Im Bezug auf Behandlungen


Früher oder später kommt niemand an kleineren oder größeren Zahnbehandlungen vorbei. Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko, dass Zahnersatz benötigt wird. Doch die Kostenübernahme durch die gesetzlichen Krankenkassen für Zahn- und Zahnfleischbehandlungen sowie Zahnersatz ist mehr als gering, sodass die Patienten große Teile der Behandlungskosten aus eigener Tasche zahlen müssen. Eine Zahnzusatzversicherung ist demnach dringend anzuraten. Doch welche Behandlungen werden durch eine Zahnzusatzversicherung bezuschusst?

Zahnärztliche Behandlungen

Die verschiedenen Tarife zur Zahnzusatzversicherung beinhalten unterschiedliche Leistungen

Zahnzusatzversicherungen bieten ein breit gefächertes Leistungsspektrum. So können Zahn- und Zahnfleischbehandlungen, Prophylaxemaßnahmen, kieferorthopädische Behandlungen sowie Zahnersatz zum Leistungsumfang gehören. Wie umfangreich das Leistungsspektrum einer Zahnzusatzversicherung ausfällt, kommt jedoch immer auf den Anbieter und den jeweiligen Tarif an. In den meisten Tarifen liegt der Schwerpunkt der angebotenen Leistungen im Bereich des Zahnersatzes. Die Kostenübernahme der GKV ist in allen Bereichen der Zahnmedizin eher gering, beim Zahnersatz liegt die Kostenübernahme nicht selten nur bei rund 50%. Dies gilt insbesondere, wenn Sonderwünsche oder hochwertiges Material berücksichtigt werden sollen. Daher liegt der Leistungsschwerpunkt bei den Zahnzusatzversicherungen beim Zahnersatz.

Zahnersatz

Behandlungen der Zähne und des Zahnfleischs können recht unterschiedlicher Art sein. Dementsprechend werden auch nicht für alle Behandlungen die Kosten in vollem Umfang von den gesetzlichen Krankenkassen übernommen. Dies gilt insbesondere für Zahnersatz. Die gesetzlichen Krankenkassen steuern lediglich befundsorientierte Festzuschüsse zum Zahnersatz bei, sofern es sich um eine sogenannte Regelversorgung handelt. Das bedeutet für die Patienten, dass auch schon ein großer Teil der Kosten aus eigener Tasche gezahlt werden muss, wenn der benötigte Zahnersatz keinen besonderen Qualitäts- oder Materialansprüchen entsprechen soll. Demzufolge liegt bei vielen Tarifen zur Zahnzusatzversicherung der Leistungsschwerpunkt im Bereich des Zahnersatzes. Durchschnittlich gute Tarife übernehmen für Zahnersatz im Schnitt 70 bis 90% der Kosten. Es gibt aber durchaus auch einige Premium-Varianten, die eine hundertprozentige Kostenübernahme garantieren. Zum Zahnersatz gehören Zahnfüllungen, Kronen, Brücken, Prothesen genau wie Implantate. Wird beispielsweise eine Zahnfüllung benötigt, übernimmt die GKV lediglich die Kosten für eine Füllung aus Amalgam. Für Füllungen aus andere Materialen muss der Patient die Mehrkosten selbst tragen, sofern er nicht zusätzlich durch eine Zahnzusatzversicherung abgesichert ist. Ähnlich gering ist die Kostenübernahme der GKV, wenn ein einzelner Zahn oder mehrere Zähne komplett ersetzt werden müssen. In diesem Fall gehören nur die Kosten für eine Teilprothese zur Regelversorgung der gesetzlichen Krankenkassen. Soll eine festsitzende Brücke den fehlenden Zahn ersetzen, muss der Patient den Großteil der Kosten selber tragen.

Kieferorthopädische Behandlungen

Neben der Kostenübernahme für Zahnersatz können Zahnzusatzversicherungen auch Leistungen für andere zahnmedizinische Behandlungen enthalten. In einigen Tarifen können kieferorthopädische Behandlungen zum Leistungsumfang gehören. Je nach Tarif können kieferorthopädische Behandlungen im Erwachsenenalter oder auch speziell im Kindesalter als Zusatzleistung eingeschlossen werden. Auch für Erwachsene ist es durchaus sinnvoll, kieferorthopädische Leistungen in den Tarif einzuschließen, denn nicht selten ist zunächst ein Knochenaufbau notwendig, damit ein benötigter Zahnersatz optimal an den Kiefer angepasst werden kann und sicheren Halt findet.

Prophylaxe und Zahnfleischbehandlungen

Eine regelmäßige Prophylaxe ist das beste Mittel, um Zähne und Zahnfleisch vor Erkrankungen zu schützen. Die tägliche Pflege zu Hause und regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen sind jedoch nicht ausreichend, um Zähne und Zahnfleisch optimal zu schützen. Eine professionelle Zahnreinigung sollte daher mindestens einmal pro Jahr durchgeführt werden. Zahlreiche Tarife zur Zahnzusatzversicherung beinhalten daher die Kostenübernahme für professionelle Zahnreinigungen. Dabei kann diese Leistung je nach Tarif mit oder ohne jährliche Maximalsumme zur Kostenübernahme enthalten sein. Neben der professionellen Zahnreinigung sollten auch andere Zahnfleischbehandlungen mit zum Leistungsumfang einer guten Zahnzusatzversicherung gehören, denn Zahnfleischerkrankungen sind nicht nur weit verbreitet. Insgesamt gehören Zahnfleischerkrankungen, wie etwa die Parodontitis, zu den häufigsten Ursachen für den Verlust eines oder mehrerer Zähne.

Wurzelbehandlung – eine häufig angewandte Behandlungsmaßnahme zum Zahnerhalt

Bevor ein erkrankter Zahn entfernt und durch einen Zahnersatz ersetzt wird, wird jeder Zahnarzt zunächst alle Behandlungsmöglichkeiten ausschöpfen, um den betroffenen Zahn möglichst zu erhalten. Dazu werden häufig Wurzelbehandlungen notwendig (Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit, Verbraucher- und Patientenberatung, 2004 – Quelle). Doch anders, als oftmals publiziert, übernimmt die GKV nicht in jedem Fall die Kosten für Wurzelbehandlungen, denn es gibt mehrere Varianten die Behandlungsmethode, von denen lediglich für eine Variante die Kosten von der GKV getragen werden. Dabei bezieht sich die Kostenübernahme der gesetzlichen Krankenkassen nur auf eine standartmäßig ausgeführte Wurzelbehandlung. Je nach Art und Schwere des Schadens reicht aber in mehr als der Hälfte alle Fälle eine Standartbehandlung nicht aus, um den erkrankten Zahn zu retten. Die Anwendung spezieller Behandlungsmethoden und Behandlungsgeräte wird notwendig. Dafür übernimmt die GKV jedoch keine Kosten, sodass es sinnvoll ist, einen Zahnzusatztarif zu wählen, in dem auch Wurzelbehandlungen im Leistungsumfang enthalten sind.

Im Bezug auf Fehlende Zähne


Wenn fehlende Zähne durch Zahnersatz ersetzt werden müssen, wird es für den Patienten teuer. Die Leistungen GKV für Zahnersatz sind nur gering, sodass auf den Patienten nicht unerhebliche Eigenleistungen zukommen. Eine Zahnzusatzversicherung ist daher für alle gesetzlich Krankenversicherte ratsam. Doch wenn bereits vor dem Abschluss einer Zusatzversicherung Zähne fehlen, bietet nicht jede Zahnzusatzversicherung Versicherungsschutz an.

Fehlender Zahn

Zusatzleistung „fehlende Zähne“ – nicht bei allen Anbietern möglich

Die Absicherung bereits fehlender Zähne im natürlichen Gebiss ist nicht generell in allen Tarifen zur Zahnzusatzversicherung möglich. Der Einschluss dieser Versicherungsleistung erfolgt anbieter- und tarifabhängig sehr unterschiedlich. Für einzelne Zahnzusatzversicherungen sind fehlende Zähne ein Kriterium zur Antragsablehnung. Je nach Anbieter ist bei mehr als drei fehlenden Zähnen kein Vertragsabschluss möglich. Andererseits können fehlende Zähne bei einigen Tarifen als Zusatzleistung durchaus mitversichert werden. Dies führt jedoch meist zu einer Erhöhung der Versicherungsprämie oder zu einer Ausweitung der Summenbegrenzung.

Warum gehören fehlende Zähne nicht in allen Zahnzusatzversicherungen zum Leistungsumfang?

Zahnersatz ist teuer und die Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen sind nur gering. Ohne den zusätzlichen Versicherungsschutz durch eine Zahnzusatzversicherung sind die zu tragenden Eigenkosten beim Zahnersatz für nicht wenige Patienten beinahe unerschwinglich. Die Kostenübernahme für Zahnersatz gehört zu den Standardleistungen einer jeden Zahnzusatzversicherung. Um einem möglichen Missbrauch vorzubeugen, lehnen manche Zahnzusatzversicherungen einen Vertragsabschluss bei fehlenden Zähnen generell ab. Auch wenn ein Versicherungsabschluss mit bis zu drei fehlenden Zähnen möglich ist oder fehlende Zähne allgemein als Zusatzleistung mit in den Versicherungsschutz eingeschlossen werden können, kommt es zusätzlich immer auf die medizinische und akute Notwendigkeit für Zahnersatz zum Zeitpunkt des Versicherungsabschlusses an. So soll vermieden werden, dass unmittelbar nach dem Ziehen eines oder mehrerer Zähne eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen wird, um die Eigenkosten für den notwendigen Zahnersatz zu verringern oder ganz zu umgehen.

Fehlende Zähne – ein wichtiger Punkt bei der Gesundheitsprüfung

Die Frage nach fehlenden Zähnen spielt bei der Gesundheitsprüfung eine große Rolle. Nicht nur in den Tarifen, in denen fehlende Zähne ein Ausschlusskriterium für einen Abschluss einer Zahnzusatzversicherung bedeuten, ist diese Gesundheitsfrage relevant. Entscheidend dafür, ob bereits fehlende Zähne mitversichert werden können, ist eine mögliche akute medizinische Notwendigkeit. Fehlen ein oder mehrere Zähne schon seit geraumer Zeit und ein entsprechender Zahnersatz wird erst in ferner Zukunft relevant, können in guten Zahnzusatzversicherungen die fehlenden Zähne als Zusatzleistung mit in den Versicherungsschutz aufgenommen werden. Besteht jedoch eine akute Notwendigkeit, eine vorhandene Zahnlücke durch einen Zahnersatz zu schließen, wird die entsprechende Zahnposition in vielen Tarifen vom Versicherungsschutz ausgeschlossen.

Wann lohnt es sich fehlende Zähne in den Versicherungsschutz einzuschließen?

Sollen fehlende Zähne mit in den Versicherungsschutz einer Zahnzusatzversicherung eingeschlossen werden, hat dies immer eine höhere Versicherungsprämie zur Folge. Ob es sich wirklich lohnt einen höheren Versicherungsbeitrag zur Absicherung fehlender Zähne in Kauf zu nehmen, muss immer im individuellen Einzelfall entschieden werden. Dabei sollte vor allem die Position der bestehenden Zahnlücken berücksichtigt werden. Für fehlende Backenzähne besteht in der Regel weder eine medizinische, noch eine ästhetische Notwendigkeit, die Lücke durch einen Zahnersatz zu füllen. Anders sieht dies jedoch bei fehlenden Zähnen im vorderen Mundbereich aus. Hier besteht aus medizinischer Sicht zur Erhaltung der Funktionalität des Gebisses eine weitaus größere Notwendigkeit, einen fehlenden Zahn zu ersetzen. Auch die ästhetische Komponente spielt im vorderen Zahnbereich eine weitaus größere Rolle, da hier eine Zahnlücke sofort sichtbar ist.

Im Bezug auf Kieferorthopädie

Kieferorthopädische Behandlungen sind nicht nur im Kindesalter eine weitverbreitete Behandlungsmaßnahme. Je nach Umfang der Behandlungsmaßnahme können dabei erhebliche Kosten entstehen. Wie auch viele andere Maßnahmen werden jedoch auch die Kosten für kieferorthopädische Behandlungen von den gesetzlichen Krankenkassen nur bedingt übernommen, sodass eine private Absicherung durch eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll ist.

Die Kieferorthopädie umfasst ein breites Behandlungsspektrum

Kieferorthopädische Behandlungen können in jedem Alter notwendig werden. Die wohl häufigsten und auch bekanntesten Behandlungsmaßnahmen sind kieferorthopädische Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen. Dabei werden mit Hilfe von Zahnspangen in den verschiedensten Ausführungen mögliche Fehlstellungen der Zähne korrigiert und begradigt. Ziel einer solchen Behandlung sind nicht nur ästhetisch schöne Zähne, sondern auch ein gesundes und pflegeleichtes Gebiss. Schief stehende oder versetzt stehende Zähne und auch zu große Zahnlücken erschweren im Erwachsenenalter die Pflege und begünstigen damit die Entstehung von Zahn- und Zahnfleischerkrankungen. Daher ist es sinnvoll schon bei Kindern nach dem Durchbruch der ersten bleibenden Zähne mit einer kieferorthopädischen Behandlung zu beginnen. Doch die Kieferorthopädie ist nicht nur für Kinder und Jugendliche von Bedeutung. Auch die Entfernung von Weisheitszähnen gehört zum kieferorthopädischen Behandlungsbereich und kommt durchaus auch im Erwachsenenalter häufig vor. In höherem Alter sind vor allem kieferorthopädische Behandlungen relevant, die dazu dienen, den Kiefer sowie die Kiefermuskulatur auf einen künstlichen Zahnersatz vorzubereiten. Diese Art der kieferorthopädischen Behandlung ist immer dann notwendig, wenn ein künstlicher Zahnersatz ohne entsprechende Maßnahmen keinen optimalen Halt finden würde.

Zahnspange

Kieferorthopädische Behandlungen dienen nicht nur ästhetischen Ansprüchen

Kieferorthopädische Maßnahmen bei Kindern und Jugendlichen werden keineswegs nur aus ästhetischen Gründen vorgenommen. Auch wenn ein ebenmäßiges Zahnbild aus ästhetischer und kosmetischer Sicht wünschenswert ist, sind die medizinischen Aspekte meist weitaus wichtiger. Schief, schräg oder versetzt stehende Zähne bieten für Bakterien und Zahnbeläge optimale Voraussetzungen, sodass Karies, Parodontitis und andere Erkrankungen als Folgeschäden fast unvermeidbar sind. Quer stehende Weisheitszähne oder zu wenig Platz im Kiefer für Weisheitszähne können dazu führen, dass ganze Zahnreihen verschoben oder zusammengedrückt werden. Auch ein solcher Zustand führt über kurz oder lang zu Folgeerkrankungen. In höherem Alter ist es wichtig, dass ein notwendiger Zahnersatz optimalen Halt im Kiefer findet, denn auch durch einen locker sitzenden Zahnersatz sind die Bedingungen für Bakterien und Zahnbeläge optimal.

Kieferorthopädische Maßnahmen gehören nicht zum Leistungsumfang aller Zahnzusatzversicherungen

Die Kosten für kieferorthopädische Behandlungen werden von den gesetzlichen Krankenkassen nur für Kinder und Jugendliche bis zum 18. Lebensjahr zum Teil übernommen. Zwar kann in diesen Fällen eine Kostenübernahme bis zu 80% erfolgen, dennoch müssen die Eltern mit zum Teil hohen Eigenleistungen rechnen, denn kieferorthopädische Behandlungen sind teuer. Kieferorthopädische Maßnahmen nach Vollendung des 18. Lebensjahres müssen von den Patienten selbst getragen werden. Des Weiteren übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nur dann einen Kostenanteil an kieferorthopädischen Behandlungen, wenn diese als zweckmäßig und wirtschaftlich eingestuft werden und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Eine zusätzliche Absicherung durch eine Zahnzusatzversicherung ist daher sinnvoll. Doch nicht jeder Zahnzusatztarif erbringt Leistungen für kieferorthopädische Behandlungen. Auch die Höhe der Kostenübernahme kann je nach Tarif unterschiedlich ausfallen. Desweiteren beinhalten nicht alle Tarife Leistungen für kieferorthopädische Behandlungen bei Minderjährigen. Bei der Auswahl des passenden Tarifs sollten daher die individuellen Bedürfnisse und die persönlichen Ansprüche an mögliche kieferorthopädische Maßnahmen berücksichtigt werden. Leistungsstarke Tarife bieten eine Kostenübernahme bis zu 100% an. Jedoch gilt es zu beachten, dass nicht alle Tarife Leistungen für Kinder und Jugendliche erbringen. So kann eine Zahnzusatzversicherung unter Umständen Leistungen für kieferorthopädischen Maßnahmen erst ab einer bestimmten Altersgrenze beinhalten (Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV) – Quelle)

Leistungen für kieferorthopädische Behandlungen beeinflussen die Versicherungsprämie

Die Höhe der Versicherungsprämie hängt immer vom Leistungsangebot einer Zahnzusatzversicherung ab. Selbstverständlich sind die Prämien für einen Basisschutz günstiger als für Premiumtarife mit unterschiedlichen Zusatzleistungen. Kieferorthopädische Maßnahmen gehören generell zu den Zusatzleistungen entsprechend komfortabler Tarife und wirken sich dementsprechend auch auf die Beitragshöhe aus. Um die Kosten für eine Zahnzusatzversicherung möglichst niedrig zu halten ist ein Tarifvergleich vor der Entscheidung für eine bestimmte Versicherung ratsam. Dabei sollten jedoch nicht nur die Beiträge, sondern auch die Versicherungsleistungen miteinander verglichen werden.

Professionelle Zahnreinigung

Um in Zukunft Erkrankungen am Zahnfleisch und an den Zähnen möglichst zu vermeiden, ist eine regelmäßig durchgeführte professionelle Zahnreinigung das beste Mittel. Leider übernehmen nicht alle gesetzlichen Krankenkassen diese Prophylaxebehandlung nicht, sodass die Kosten ohne eine Zahnzusatzversicherung vom Patienten selber getragen werden müssen.

Warum ist eine professionelle Zahnreinigung so wichtig?

Die meisten Erkrankungen an Zahnfleisch und Zähnen entstehen durch eine unzureichende Mundhygiene. Bakterien und andere Erreger greifen Zähne und Zahnfleisch an und können zu den unterschiedlichsten Erkrankungen führen. Doch auch wer seine Zähne regelmäßig und sorgfältig pflegt, ist dadurch nicht zu 100 Prozent vor Zahn- und Zahnfleischerkrankungen geschützt. Eine professionelle Zahnreinigung bietet hingegen einen optimalen Schutz, denn diese Prophylaxe wird grundsätzlich nur beim Zahnarzt durchgeführt und ist in Bezug auf ihre Wirksamkeit nicht mit der täglichen Zahnpflege zu Hause zu vergleichen.

Zahnreinigung

Plaque – eine Gefahr für Zähne und Zahnfleisch

Eine tägliche und sorgfältige Zahnpflege ist die Grundvoraussetzung für gesundes Zahnfleisch und gesunde Zähne. Dennoch reicht regelmäßiges Zähneputzen allein nicht aus, um Zahnbeläge und Zahnstein komplett zu verhindern und zu beseitigen. An schwer zugänglichen Stellen setzen sich trotz Zahnbürste und Zahnseide im Laufe der Zeit Beläge und Zahnstein ab, sodass es an Zähnen und Zahnfleisch zu dauerhaften Schäden und Erkrankungen kommen kann. Besonders gefährdete Regionen sind die Zahnzwischenräume sowie die hinteren Backenzähne und Weisheitszähne. Hier kommt es auch trotz regelmäßiger Zahnreinigung vermehrt zu Plaquebildung. Plaque gilt als Hauptverursacher von Zahnstein, Parodontitis und Karies. Darüber hinaus führt eine vermehrte Plaquebildung zu Mundgeruch und vor allem in Verbindung mit dem Genuss von Tee oder Kaffee zu unschönen Zahnverfärbungen. Die überaus schädlichen Zahnbeläge lassen sich durch die tägliche Zahnreinigung nicht gründlich genug beseitigen. Auch die Zahnsteinentfernung im Rahmen einer zahnärztlichen Behandlung reicht nicht aus, um Zahnbeläge und damit die potentielle Gefahr von Erkrankungen in den besonders gefährdeten Bereichen zu verringern. Nur eine professionelle Zahnreinigung ermöglicht die gründliche Reinigung aller schwer zugänglichen Bereiche im Mundraum.

Woraus besteht eine professionelle Zahnreinigung?

Eine professionelle Zahnreinigung gestaltet sich weitaus umfangreicher als eine einfache Zahnsteinentfernung. Außer der Entfernung des Zahnsteins wird auch der Zahnbelag vollständig entfernt. Dabei steht vor allem die Reinigung schwer zugänglicher Stellen im Mundbereich im Focus der Behandlung. Sind bereits Zahnfleischtaschen vorhanden, werden auch diese gründlich gereinigt und desinfiziert. Die Behandlung erfolgt mit speziellen Werkzeugen und Reinigungsinstrumenten. Nach der Reinigung des kompletten Gebisses werden die Zähne mit einer speziellen Fluoridpaste poliert. Fluoridhaltige Pasten wirken gleich in mehrfacher Hinsicht. Die Zähne erhalten so eine glatte Oberfläche, sodass sich weiche Beläge und Zahnstein nach einer professionellen Zahnreinigung weitaus schwieriger festsetzen können. Darüber hinaus wirkt sich Fluorid positiv auf den Zahnschmelz aus, sodass dieser nach einer professionellen Zahnreinigung widerstandsfähiger wird. Zu einer professionellen Zahnreinigung gehört neben der Behandlung aller Zähne eine professionelle Anleitung zum richtigen Gebrauch von Zahnbürste und Zahnseide (Apotheken-Umschau 2013 – Quelle).

Eine professionelle Zahnreinigung gehört nicht zum Leistungsumfang aller GKV´s

Obwohl Zahnärzte dringend dazu raten, regelmäßig eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen, gehört diese Behandlung nicht zum Leistungsumfang aller gesetzlichen Krankenkassen. Experten raten dazu, etwa zweimal im Jahr eine professionelle Zahnreinigung durchführen zu lassen. Zusammen mit einer regelmäßigen und gründlichen Zahnpflege ist so ein optimaler Schutz vor Karies und Zahnfleischerkrankungen gewährleistet. Wer den Expertenrat befolgt muss die Kosten für die Prophylaxebehandlung jedoch selbst tragen, sofern keine Zahnzusatzversicherung vorhanden ist. Für eine umfassende Zahnreinigung beim Zahnarzt muss pro Behandlung mit Kosten um 70 Euro gerechnet werden. Es ist daher sinnvoll beim Abschluss einer Zahnzusatzversicherung darauf zu achten, dass der gewählte Tarif auch Prophylaxekosten wie eine professionelle Zahnreinigung beinhaltet.

Professionelle Zahnreinigung – ein Leistungsbaustein vieler Zahnzusatzversicherungen

Wer regelmäßig Vorsorgeuntersuchungen beim Zahnarzt und zusätzlich eine professionelle Zahnreinigung durchführen lässt, ist optimal gegen viele Zahn- und Zahnfleischerkrankungen geschützt. Für die Krankenversicherungen bedeutet eine regelmäßige Prophylaxe daher eine Kostenersparnis in Bezug auf Behandlungen und Zahnersatz, die sich durch regelmäßige Vorsorge vermeiden lassen. Viele Zahnzusatzversicherungen übernehmen daher zumindest einen Kostenanteil für professionelle Zahnreinigungen. Je nach Tarif können dabei bis zu 100 % der Kosten von der Zahnzusatzversicherung getragen werden. Es ist daher sinnvoll, bei der Wahl einer Zahnzusatzversicherung darauf zu achten, dass der Tarif auch die Kosten für professionelle Zahnreinigungen beinhaltet.

Zahnfleischerkrankung

Zahnfleischerkrankungen sind ein weit verbreitetes Problem mit zum Teil ernsthaften Folgen. Es ist daher ratsam, auch das Risiko von Zahnfleischerkranken und deren Folgen durch eine Zahnzusatzversicherung abzusichern. Doch nicht alle Tarife bieten die entsprechende Risikoabdeckung und damit den entsprechenden Versicherungsschutz an.

Zahnerkrankung

Zahnfleischerkrankungen gefährden auch die Gesundheit der Zähne

Nicht nur die Zähne können erkranken und aufwendige und teure Behandlungen notwendig machen. Ein gesundes Zahnfleisch ist für die Erhaltung der Zahngesundheit und der Gesundheit im gesamten Mundbereich ebenso wichtig wie gesundes Zahnmaterial. Doch Zahnfleischerkrankungen sind ein Problem, von dem sehr viele Menschen jeden Lebensalters betroffen sind. Die Behandlung der unterschiedlichsten Beschwerden und Erkrankungen kann zum Teil sehr aufwendig und kostspielig werden. Damit es erst gar nicht zu ausgeprägten Zahnfleischerkrankungen kommt, sind neben einer sorgfältigen Pflege von Zähnen und Zahnfleisch regelmäßige Prophylaxebehandlungen beim Zahnarzt wichtig und hilfreich. Sollen hohe Eigenleistungen für Vorsorgemaßnahmen oder mögliche Behandlungs- und Folgekosten bei bestehenden Zahnfleischerkrankungen vermieden werden, ist eine Zahnzusatzversicherung mit entsprechendem Leistungsumfang sinnvoll (Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK), 2012 – Quelle)

Zahnfleischerkrankungen – ein häufiges und ernstzunehmendes Problem

Von Zahnfleischerkrankungen können Menschen jeden Alters betroffen sein, wenn auch das Risiko zu erkranken und die Anzahl der Erkrankten mit zunehmendem Lebensalter steigen. Mittlerweile sind Erkrankungen des Zahnhalteapparates so häufig, dass besonders in fortgeschrittenem Lebensalter bereits von einer Volkserkrankung gesprochen werden kann. Zahnfleischerkrankungen können in akutem Zustand äußerst schmerzhaft und unangenehm für den Betroffenen sein. Doch die Folgeschäden können noch weitaus schlimmer sein. Im schlimmsten Fall können Erkrankungen am Zahnhalteapparat zum Verlust von ansonsten gesunden Zähnen führen. Teurer Zahnersatz und nicht selten aufwendige Behandlungen zum Knochenaufbau werden notwendig. Patienten mit ausschließlichem Versicherungsschutz über die gesetzlichen Krankenkassen müssen mit hohen Eigenkosten rechnen. Sowohl für Zahnersatz, als auch für alle anderen Behandlungsmaßnahmen zahlt die GKV nur einen geringen Kostenanteil, sodass eine Zahnzusatzversicherung für alle Mitglieder der GKV sinnvoll ist.

Warum sind Zahnfleischerkrankungen so gefährlich?

Die wichtigste und mit zunehmendem Alter auch häufigste Zahnfleischerkrankung ist die Pardontitis (häufig auch unter dem Namen Parodontose bekannt). Diese Erkrankung wird durch Bakterien ausgelöst, welche zunächst zu Rötungen und Entzündungen führen. Im weiteren Verlauf bilden sich Zahnfleischtaschen, in den sich die Bakterien ablagern und es kommt zum Abbau des Zahnfleischs. Auch gesunde Zähne verlieren so ihren Halt und es kann bei einer fortgeschrittenen Parodontose zum Verlust von gesunden Zähnen und zum Abbau der Kieferknochen kommen. Parodontose und andere Zahnfleischerkrankungen führen insgesamt sogar häufiger zum Zahnverlust als Karies. Nicht zuletzt aus diesem Grund sollten die Gefahr und vor allem die schwerwiegenden Folgen von Zahnfleischerkrankungen nicht unterschätzt werden. Eine ausgiebige Zahnhygiene, Vorsorgemaßnahmen sind daher unerlässlich. Für den Fall einer Erkrankung sollte über die finanzielle Absicherung aller notwendigen Behandlungsmaßnahmen rechtzeitig nachgedacht werden und durch eine Zahnzusatzversicherung sichergestellt sein.

Welche Behandlungsmaßnahmen gibt es?

Grundsätzlich ist eine gründliche und regelmäßige Zahnhygiene wichtig und unerlässlich, um einer möglichen Zahnfleischerkrankung vorzubeugen. Doch häufig reicht regelmäßiges Zähneputzen nicht aus. Professionelle Zahnreinigungen sind daher eine wesentliche Maßnahme, die nicht erst bei einer bereits bestehenden Parodontoseerkrankung regelmäßig durchgeführt werden sollten. Professionelle Zahnreinigungen werden grundsätzlich nur in der Zahnarztpraxis durchgeführt und werden von den gesetzlichen Krankenkassen nicht bezuschusst oder gar komplett bezahlt. Günstig ist es, wenn eine entsprechende Zahnzusatzversicherung diese Leistung übernimmt. Ohne Versicherungsschutz muss der Patient die Kosten für eine professionelle Zahnreinigung selbst tragen. Auch wenn bereits eine Parodontoseerkrankung besteht ist die professionelle Zahnreinigung ein wesentlicher Behandlungsaspekt. So können bereits vorhandene Zahnfleischtaschen gereinigt und desinfiziert werden. Bei fortgeschrittenen Erkrankungen kann es zum Abbau des Kieferknochens und zum Verlust von Zähnen kommen. In diesen Fällen werden Behandlungen zum Knochenaufbau und selbstverständlich ein entsprechender Zahnersatz notwendig.

Nicht jede Zahnzusatzversicherung leistet bei Zahnfleischerkrankungen

Parodontose und andere Zahnfleischerkrankungen stellen nicht nur eine große Gefahr für ein gesundes Gebiss dar. Bestehende Erkrankungen führen nicht selten auch zu erheblichen Behandlungskosten und machen einen kostspieligen Zahnersatz notwendig. Für die Versicherungsgesellschaften bedeuten Versicherungsleistungen im Bereich der Zahnfleischerkrankungen daher ein erhöhtes Risiko. Daher beinhalten noch längst nicht alle Tarife entsprechende Versicherungsleistungen. Nur Tarife, bei denen die professionelle Zahnreinigung als Prophylaxemaßnahme mit zum Versicherungsumfang gehört, übernehmen unter Umständen auch einen Kostenanteil an Behandlungsmaßnahmen, die über eine Zahnreinigung hinausgehen. Die angebotenen Versicherungstarife sollten daher im Einzelnen überprüft und verglichen werden.

Die Annahmenbedingungen zur Zahnzusatzversicherung können unterschiedlich sein

Zahnfleischvorerkrankungen sind häufig abschlussrelevant. Jedoch variieren die Annahmebedingungen der einzelnen Anbieter. So gehört die Frage nach bestehenden oder vergangenen Zahnfleischerkrankungen häufig zum Fragekatalog bei der Antragsstellung dazu. Dabei sind in manchen Tarifen lediglich akute und damit bestehende Erkrankungen relevant. Bei einigen Anbietern führt hingegen bereits eine vergangene Erkrankung zur Antragsablehnung. Ebenso gibt es jedoch auch Versicherungsangebote bei denen für die Antragsstellung nicht nach Zahnfleischerkrankungen gefragt wird. Personen mit Vorerkrankung sollten daher auf jeden Fall die Tarife der unterschiedlichen Anbieter genau unter die Lupe nehmen, um letztendlich einen passenden Versicherungsschutz zu finden.

Für Kinder

In Anbetracht der hohen Kosten für Zahnersatz und Zahnbehandlungen sowie der geringen Zuschüsse durch die GKV ist eine Zahnzusatzversicherung in jedem Alter eine sinnvolle Absicherung gegen hohe Eigenbeteiligungen im Behandlungsfall. Auch für Kinder kann eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein.

Zahnzusatzversicherung schon für Kinder?

Allgemein gilt die Empfehlung, eine Zahnzusatzversicherung möglichst schon in jungen Jahren abzuschließen und nicht erst dann, wenn bereits mehr oder weniger schwere Zahnprobleme vorliegen. Dies bedeutet jedoch nicht zwangsläufig, dass jede Zahnzusatzversicherung schon im Kindesalter abgeschlossen werden sollte. Dennoch kann es durchaus sinnvoll sein, für bereits ein Kind eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Bei der Wahl des richtigen Tarifs sollten jedoch völlig andere Bewertungsmaßstäbe zugrunde gelegt werden, denn nicht jeder gute Erwachsenen-Tarif ist automatisch auch für Kinder gut und empfehlenswert.

Zahnzusatzversicherung für Kinder

Wichtige Leistungsmerkmale einer Zahnzusatzversicherung für Kinder

Der wichtigste Leistungsbereich einer Zahnversicherung für Kinder ist die Kieferorthopädie. Meist ist bei Kindern schon sehr früh absehbar, dass eine kieferorthopädische Behandlung notwendig werden wird. Auch im Bereich der kieferorthopädischen Leistungen übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nur einen Kostenanteil. Um hohe Selbstbeteiligungen der Eltern zu mindern kann es also durchaus sinnvoll sein, bereits Kinder durch eine Zahnzusatzversicherung abzusichern. Kieferorthopädische Behandlungen sind jedoch nicht die einzigen Leistungen, die schon für Kinder durchaus wichtig sind und entsprechend durch eine Zahnzusatzversicherung abgesichert werden sollten. Auch Prophylaxemaßnahmen sowie Fissurenversiegelung sind zahnmedizinische Leistungsbereiche die auch für Kinder wichtig sind und eine Zahnzusatzversicherung durchaus sinnvoll machen können (Stiftung Warentest 2009 – Quelle).

Gibt es spezielle Zahnzusatzversicherungen für Kinder?

Unter den Tarifen zur Zahnzusatzversicherung gibt es keine Tarifangebote, die speziell und ausschließlich auf die Versicherung von Kindern ausgelegt sind. Auch enthalten nicht alle Tarife spezielle Leistungen für Kinder. Die Auswahl an wirklich guten Kinder-Tarifen ist eher gering, denn die meisten Zahnzusatzversicherungen erbringen für Kinder nur eingeschränkte Leistungen. Um einen Tarif mit wirklich guten Kinder-Leistungen zu finden ist ein Versicherungsvergleich sinnvoll.

Welche Leistungen sollte eine Zahnzusatzversicherung für Kinder enthalten?

Kieferorthopädische Behandlungen sind bei sehr vielen Kindern notwendig. Daher gehören kieferorthopädische Leistungen zu den wichtigsten und am häufigsten angebotenen Versicherungsleistungen speziell für Kinder. Darüber hinaus ist die Kinder-Prophylaxe ein Leistungsbereich, der zwar häufig unterschätzt wird, jedoch überaus wichtig für eine Zahnzusatzversicherung für Kinder ist. Zahnärzte raten schon im frühen Kindesalter zu regelmäßigen Prophylaxebehandlungen, da viele Zahnerkrankungen an den Milchzähnen auch auf die zweiten Zähne übertragen werden können. Desweiteren sollte eine Zahnzusatzversicherung Leistungen für Fissurenversiegelungen erbringen, da diese Behandlung bei Kindern relativ häufig erforderlich ist. Desweiteren sollten nicht nur alle wichtigen kinderspezifischen Leistungen in der Zahnzusatzversicherung enthalten sind. Auch die Erstattungsgrenzen sollten ausreichend hoch gewählt werden. Insbesondere langwierige kieferorthopädischen Behandlungen können teuer werden, sodass eine zu geringe Erstattungsgrenze in der Zahnzusatzversicherung zu hohe Eigenleistungen erforderlich machen kann.

Ab welchem Alter ist eine Zahnzusatzversicherung für Kinder sinnvoll?

Gerade bei Kindern ist eine frühzeitige Absicherung durch eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll, denn in aller Regel leistet die Versicherung nur, wenn die Behandlung nicht schon vor Abschluss der Zahnzusatzversicherung von einem Zahnarzt angeraten wurde. Das muss jetzt aber nicht zwangsläufig bedeuten, dass für jedes Kind schon im Kleinkindalter eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen werden muss. Wenn die Kinder in den ersten Lebensjahren ein durchweg gesundes Gebiss entwickeln und keine kieferorthopädischen Behandlungen zu erwarten sind, kann durchaus auf eine Zahnzusatzversicherung im Kindesalter verzichtet werden. Jedoch stellt sich bei vielen Kindern schon recht früh heraus, dass kieferorthopädische Maßnahmen erforderlich werden oder dass bereits die Milchzähne behandlungsbedürftig sind. In diesen Fällen ist es unbedingt sinnvoll, rechtzeitig einen Zahnzusatzversicherung mit speziellen Leistungen für Kinder abzuschließen.

Die Preise können unterschiedlich sein

Die Beiträge von Zahnzusatzversicherungen mit besonderen Kinderleistungen können recht unterschiedlich ausfallen. Die Beitragshöhe ist nicht zuletzt immer von der Leistungsstärke des jeweiligen Tarifs abhängig. Insgesamt sollten jedoch die Standartleistungen einer Zahnzusatzversicherung nicht zu Gunsten der kinderspezifischen Leistungen und einer möglichst günstigen Versicherungsprämie vergleichsweise gering ausfallen.

Für Senioren

Zahnbehandlungen und Zahnersatz kommen im Laufe des Lebens auf nahezu jeden einmal zu. Daher ist es sinnvoll, so früh wie möglich eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Doch auch in fortgeschrittenem Alter lohnt sich eine Zahnzusatzversicherung durchaus noch, wenn bei der Auswahl des Tarifs einige Dinge beachtet werden.

Eine Zahnzusatzversicherung ist in jedem Alter wichtig

Im Bereich der Zahnmedizin sind die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen bei weitem nicht ausreichend. Grundsätzlich leistet die GKV nur bei Behandlungen zur Regelversorgung. Beim Zahnersatz werden nur die kostengünstigsten funktionserhaltende Maßnahmen bezuschusst. Eine Zahnzusatzversicherung reduziert den zu zahlenden Eigenanteil ganz erheblich und stellt so jederzeit eine qualitativ hochwertige Instandsetzung des Gebisses sicher. Günstig ist es, wenn bereits in jungen Jahren eine Zahnzusatzversicherung als Vorsorgemaßnahme abgeschlossen wird, denn früher oder später kommen auf jeden Menschen kostspielige Zahnbehandlungen und Zahnersatz zu. Dies bedeutet jedoch nicht, dass sich eine Zusatzversicherung für ältere Menschen nicht mehr lohnt oder es gar unmöglich ist, im Seniorenalter noch eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen.

Senioren

Altersbeschränkungen und Prämienrelevanz des Eintrittsalters

Generell ist das Alter des Versicherungsnehmers ein prämienrelevantes Merkmal. Je jünger der Versicherte beim Abschluss der Zahnzusatzversicherung ist, desto günstiger gestaltet sich der Versicherungsbeitrag. Auch können manche Tarife nur bis zu einem bestimmten Höchstalter abgeschlossen werden. Dieses liegt in den meisten Tarifen mit Altersbeschränkung zwischen 65 und 75 Jahren. Dies bedeutet jedoch nicht, dass eine Zahnzusatzversicherung nicht auch in höherem Alter noch abgeschlossen werden kann. Auf dem Markt sind durchaus auch Tarife ohne Altersbeschränkungen erhältlich. Darüber hinaus werden speziell Seniorentarife angeboten, die erst ab 55 oder 60 Jahren abgeschlossen werden können.

Spezialtarife für Senioren oder „Normaltarife“ – Vor-und Nachteile

Aufgrund der allgemeinen Prämienrelevanz des Eintrittsalters in die Versicherung sowie der Altersbeschränkungen in manchen Tarifen liegt die Schlussfolgerung nahe, dass für ältere Menschen ein spezieller Seniorentarif die optimale Lösung ist. Entsprechende Angebote sollten jedoch mit der nötigen Vorsicht betrachtet werden. Was sich als Ideallösung für Senioren darstellt, entpuppt sich bei näherer Betrachtung meist als eine abgespeckte Version der „Normaltarife“ zur Zahnzusatzversicherung. Zwar entspricht der Leistungsumfang der Seniorentarife in aller Regel dem Leistungsangebot der Normaltarife, die Zuschüsse für Zahnbehandlungen und vor allem für Zahnersatz betragen dafür jedoch nur zwischen 20 und 40%. Für eine hochwertige Versorgung reicht dies allerdings bei weitem nicht aus, sodass trotz Zahnzusatzversicherung mit einem hohen Eigenanteil gerechnet werden muss.

Beste Variante für Senioren: Zahnzusatzversicherung mit erweitertem Einstiegsalter

Auch wenn einige Tarife für Menschen in fortgeschrittenem Alter durch ihre Altersbeschränkungen nicht zugänglich sind, können auch Senioren auf normale Zahnzusatzversicherungen zurückgreifen. Dazu stehen diverse Tarife mit erweitertem Einstiegsalter oder ohne Altersbeschränkung zur Verfügung. Zwar sind die Versicherungsbeiträge der sogenannten Seniorentarife im Schnitt günstiger als bei Zahnzusatzversicherungen ohne Altersbeschränkung, dafür übernehmen diese jedoch einen weitaus höheren Kostenanteil bis zu 85%.

Der individuelle Zahnzustand

Nicht nur das Alter spielt für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung eine Rolle. Auch der individuelle Zahnzustand ist ein Kriterium, welches zu einem höheren Versicherungsbeitrag oder gar zu einer Antragsablehnung führen kann. Je nach Anbieter und Tarif ist beispielsweise ein Versicherungsabschluss nur beim Fehlen von maximal 3 Zähnen möglich. Desweiteren sollte darauf geachtet werden, dass zum Zeitpunkt der Antragsstellung keine Zahnbehandlung läuft, denn auch eine laufende Behandlung kann zu einer Antragsablehnung seitens der Versicherung führen.

Wartezeiten

Die meisten Tarife zur Zahnzusatzversicherung beinhalten eine Wartezeit, bevor die Versicherung erstmalig für Behandlungen oder Zahnersatz Leistungen erbringt. Ebenfalls kann der Vertrag während der ersten Versicherungsjahre Leistungseinschränkungen beinhalten. Da für Senioren oftmals das Risiko einer baldigen notwendigen Behandlung aufgrund des Alters und des meist schon angegriffenen Zahnzustands höher ist als bei jüngeren Menschen, ist es sinnvoll, eine Zahnzusatzversicherung mit einer möglichst geringen Wartezeit zu wählen.

Leistungen einer Zahnzusatzversicherung


Guter Zahnersatz hat seinen Preis. Doch auch für Zahnersatz nach der sogenannten Regelversorgung müssen die Patienten einen Teil der Kosten aus eigener Tasche zahlen. Durch eine Zahnzusatzversicherung können hohe Eigenleistungen vermieden und ein qualitativ hochwertiger Zahnersatz sichergestellt werden. Entscheidend für einen möglichst guten und umfassenden Versicherungsschutz sind dabei die angebotenen Leistungen. Diese können jedoch je nach Anbieter und Tarif unterschiedlich ausfallen.

Die Risikoabdeckung

Zahnbehandlungen und vor allem Zahnersatz ist teuer. Spätestens seit der Gesundheitsreform reichen die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen bei weitem nicht mehr aus, die anfallenden Behandlungskosten zu decken. Daher muss der Patient mit hohen Eigenleistungen rechnen, sobald eine medizinisch dringend notwendige Behandlung ansteht. Eine Zahnzusatzversicherung stellt sicher, dass die finanziellen Mittel für eine hohe Eigenbeteiligung für Zahnbehandlungen und Zahnersatz jederzeit verfügbar sind und der versicherte Patient im Bedarfsfall einen entsprechenden Zahnersatz erhält oder teure Behandlungen durchführen lassen kann. Je nach Tarif und Anbieter erhält der Versicherte entsprechende Zuschüsse für Zahnersatz und andere zahnmedizinische Leistungen.

Eine Zahnzusatzversicherung kann bis zu 100% der Kosten übernehmen

Gesetzlich Krankenversicherte erhalten nur einen geringen Zuschuss für Zahnbehandlungen und Zahnersatz. Auch wenn das Bonusheft mindestens 5 Jahre lückenlos und vorbildlich geführt wurde, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen maximal 60 % der Kosten. Dabei werden jedoch nur Zuschüsse für die sogenannte Regelversorgung gewährt. Als Regelversorgung werden nur medizinisch dringend notwendige Zahnbehandlungen sowie Zahnersatz in der einfachsten Form verstanden. Soll der benötigte Zahnersatz qualitativ hochwertiger sein oder sollen spezielle Behandlungen, die nicht zur Regelversorgung zählen, durchgeführt werden, ist eine Zahnzusatzversicherung unverzichtbar, wenn die Kosten nicht zu 100 % selber getragen werden sollen oder können.

Eine 100 prozentige Kostenübernahme durch die Versicherung gibt es bei einem entsprechenden monatlichen Beitrag. Deutliche monatliche Einsparungen lassen sich mit Zahnzusatzversicherungen erreichen, die eine Leistung im Zahnersatz-Bereich von 80 % bis 90 % gewährleisten. Unter eine Leistungsgrenze von 80% sollten Versicherte allerdings nicht gehen.

Weisen Versicherungen zu geringe Leistungen auf, führt dies zu einem höheren Eigenanteil. Eine Absicherung dieser Art soll Patienten vor zu hohen Kosten schützen, damit eine Entscheidung für Gesundheit und Ästhetik leicht getroffen werden kann. Die Entscheidung wird durch die geringen Leistungen natürlich dementsprechend erschwert.

Durch eine große Zahlungssicherheit im Bezug auf mögliche Zahnersatz- oder Zahnbehandlungskosten, ist eine Zahnzusatzversicherung daher eine wichtige und unverzichtbare Vorsorgemaßnahme. Darüber hinaus reduziert diese Versicherungsart nicht nur zur Regelversorgung gehörende Behandlungskosten, sondern garantiert bei Bedarf jederzeit auch einen qualitativ hochwertigen Zahnersatz.

Auf die Leistungen kommt es an

Selbstverständlich gibt es, wie bei allen Versicherungen, auch im Leistungsangebot von Zahnzusatzversicherungen Unterschiede. Je nach Anbieter und Tarif kann das Leistungsangebot mehr oder weniger umfassend sein. Darüber hinaus kann die Höhe der Zuschüsse im Versicherungsfall variieren. Die Zuschüsse der gesetzlichen Krankenkassen beschränken sich lediglich auf Leistungen zur Regelversorgung. Das bedeutet, nur Behandlungsmaßnahmen zur Wiederherstellung eines funktionstüchtigen Gebisses werden von der GKV bezuschusst. Behandlungsmaßnahmen, die darüber hinausgehen müssen entweder vom Patienten komplett selbst bezahlt werden oder aber eine bestehende Zahnzusatzversicherung trägt den Großteil der anfallenden Kosten. Neben Zahnersatz gehören je nach Tarif auch prophylaktische Behandlungsmaßnahmen oder auch kieferorthopädische Behandlungen zum Leistungspaket einer Zahnzusatzversicherung.

Welche Leistungen kann eine Zahnzusatzversicherung im Einzelnen enthalten?

Die Kernleistungen einer jeden Zahnzusatzversicherung beziehen sich auf die Kostenübernahme für Zahnersatz. Dazu gehören die Kosten für Füllungen, Inlays, Brücken, Kronen. Dabei bezieht sich die Kostenerstattung durch die Zahnzusatzversicherung auf die Verwendung hochwertiger Materialien. Während die GKV beispielsweise nur die Verwendung von Amalgam-Füllungen bezuschusst, erstattet eine Zahnzusatzversicherung die Kosten für keramische Füllungen oder Füllungen aus Gold. Ebenso werden Implantate sowie Zahnprothesen und Stiftzähne sowie der notwendige zahnärztliche Behandlungsaufwand bezuschusst. Wie hoch die jeweilige Kostenerstattung letztendlich ausfällt ist tarifabhängig. Gute Versicherungsangebote beinhalten eine Kostenübernahme bis zu 90 %, sodass nur noch ein geringer Eigenanteil vom Patienten zu erbringen ist. Bei einer Regelversorgung kann eine Kostenübernahme sogar bis zu 100 % erfolgen. Auch kieferorthopädische Leistungen können durch eine Zahnzusatzversicherung abgesichert werden. Daher ist es durchaus sinnvoll, schon für Kinder eine Versicherung abzuschließen. Eine 100 prozentige Kostenerstattung für sonstige Zahnbehandlungen sowie Prophylaxebehandlungen, wie z.B. einer professionellen Zahnbehandlung ist ebenfalls Bestandteil vieler Tarife zur Zahnzusatzversicherung.

Die Bedingungen für eine Leistungsübernahme können variieren

Wann und in welchem Umfang eine Zahnzusatzversicherung die Kosten für eine der vertraglich festgelegten Leistungen übernimmt, kann unterschiedlich sein. Bei einigen wenigen Tarifen zur Zahnzusatzversicherung werden die Kosten bis zu 100 % übernommen, sofern regelmäßige Zahnarztbesuche und Vorsorgeuntersuchungen nachgewiesen werden. Auch die Kostenübernahme für Leistungen im Bereich der Kieferorthopädie kann je nach gewähltem Tarif unterschiedlich hoch sein. In den meisten Tarifen werden kieferorthopädische Leistungen nur dann übernommen, wenn nachweislich kein Leistungsanspruch gegenüber den gesetzlichen Krankenversicherungen vorliegt. Des Weiteren gibt es in manchen Tarife Wartezeiten zu beachten, sodass eine Leistungsübernahme erst nach Ende der Wartezeit erfolgt.

Erstattungsbeispiele

Zahnbehandlungen jeder Art sind teuer. Besonders wenn ein Zahnersatz notwendig wird, betragen die Behandlungskosten schnell ein paar tausend Euro. Aufgrund der geringen Kostenübernahme durch die GKV ist eine Zahnzusatzversicherung sinnvoll, wenn hohe Eigenkosten vermieden werden sollen. Doch um die Zahnzusatztarife tatsächlich miteinander vergleichen zu können, sind der reine Vergleich der Prozentsätze für die Erstattung oftmals nicht sehr aussagekräftig. Daher ist es sinnvoll, anhand von Erstattungsbeispielen die tatsächliche Leistungsübernahme von Zahnzusatzversicherungen zu verdeutlichen.

Zahnzusatztarife leisten unterschiedlich

Wer sich für den Abschluss einer Zahnzusatzversicherung interessiert kann zwischen weit über einhundert unterschiedlichen Tarifen auswählen. Die einzelnen Tarife unterscheiden sich nicht nur in ihrem Leistungsumfang, sondern weisen zum Teil auch erhebliche Unterschiede in der Erstattungshöhe auf. Diese kann je nach Tarif zwischen 50 und 100 Prozent liegen. Idealerweise beziehen sich die Erstattungsprozentsätze auf die Gesamtrechnung des Zahnarztes. Doch leider gibt es diesbezüglich keine einheitliche Regelung für alle angebotenen Tarife. Vorsichtig sollten Interessierte daher bei Angeboten mit 100 %-iger Kostenübernahme sein. Oftmals handelt es sich dabei um sogenannte Billigangebote. Zwar sind die Beiträge überaus günstig, die 100 %-ige Kostenerstattung bezieht sich jedoch oftmals auf die Verdoppelung der Festzuschüsse der GKV. Das bedeutet für den Versicherten, dass er trotz Zahnzusatzversicherung hohe Eigenkosten zahlen muss, sofern die Behandlung oder der Zahnersatz über die Regelversorgung hinausgeht. Gute bis sehr gute Zahnzusatzversicherungen übernehmen in der Regel einen Kostenanteil von rund 80%-90%. Anders als in den Billigangeboten sind bei diesen Versicherungsangeboten auch privatärztliche Leistungen, Behandlungen, die nicht als Regelversorgung eingestuft werden sowie höherwertige Materialien für Zahnersatz mitversichert. Um in etwa eine Vorstellung von den zu erwartenden Eigenkosten im Behandlungsfall zu erhalten, ist es sinnvoll, die tatsächlichen Kosten für Zahnbehandlungen und Zahnersatz an einigen Erstattungsbeispielen konkret zu berechnen.

Erstattungsbeispiel für Inlays

Inlays sind eine komfortable und haltbare Alternative zur normalen Zahnfüllung. Herkömmliche Zahnfüllungen werden aus elastischem Material hergestellt, welches in die Fülllücke eingebracht wird und erst dort erhärtet. Inlays bestehen stattdessen aus festem Material und werden ähnlich wie ein Zahnersatz im zahntechnischen Labor, genau auf den zu füllenden Zahn angepasst, hergestellt. Anschließend werden sie in einem Stück in den Zahn eingeklebt. Inlays können aus unterschiedlichen Materialien hergestellt werden. Am bekanntesten und häufigsten verwendet sind Inlays aus Gold oder Keramik. Aber auch Titan oder eine Verbindung aus Gold im Kern und Keramik als Verblendung (Galvano-Inlay) sind beliebte Materialien zur Herstellung dieser haltbaren Alternative. Im Schnitt kann für die Füllung eines Zahns durch ein Inlay mit Kosten von circa 600 Euro gerechnet werden. Die gesetzlichen Krankenkassen zahlen davon jedoch nur einen Festzuschuss von 45 Euro. Dies ist der Betrag, den die GKV für eine herkömmliche Zahnfüllung aus Amalgam zahlen würde. Ohne den Versicherungsschutz durch eine Zahnzusatzversicherung müsste der Patient im Berechnungsbeispiel demnach eine Eigenleistung von 555 Euro erbringen, sofern er statt einer Amalgamfüllung die Füllung des Zahns mit Hilfe eines Inlays wünscht. Besteht jedoch Versicherungsschutz durch eine gute Zahnzusatzversicherung würde diese bei einer Kostenübernahme von rund 80% einen Kostenanteil von rund 495 Euro übernehmen, sodass der Patient nur noch eine Eigenleistung von etwa 60 Euro zu zahlen hätte.

Erstattungsbeispiel für eine professionelle Zahnreinigung

Erstattung - So viel zahlen Sie

Damit Zähne und Zahnfleisch bis ins hohe Alter gesund bleiben ist eine ausreichende Mundhygiene überaus wichtig. Doch trotz sorgfältigem und regelmäßigem Zähne putzen, bilden sich im Laufe der Zeit immer wieder Zahnbeläge und Zahnstein. Besonders an schwer zugänglichen Stellen, wie die Zahnzwischenräume oder auch Zahnfleischtaschen sowie an den hinteren Zähnen insgesamt, sind Beläge und Zahnstein die häufigsten Ursachen für Zahn- und Zahnfleischerkrankungen, die letztendlich bis zum Zahnverlust führen können. Eine regelmäßig durchgeführte professionelle Zahnreinigung beim Zahnarzt kann derartigen Erkrankungen wirksam entgegenwirken und sollte deshalb ein bis zweimal im Jahr durchgeführt werden.

Obwohl die prophylaktische Wirksamkeit wissenschaftlich erwiesen ist und die professionelle Zahnreinigung als die wirksamste Schutz- und Vorsorgemaßnahme gegen Zahnverlust und schwerwiegende Zahn-und Zahnfleischerkrankungen anerkannt ist, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für diese Prophylaxebehandlung die Kosten nur zum Teil. Patienten ohne Zahnzusatzversicherung müssen daher die anfallenden Kosten von rund 70 Euro aus eigener Tasche bezahlen. Eine Zahnzusatzversicherung würde je nach Tarif die vollen Kosten von 70 Euro übernehmen. Doch das reine Vorhandensein einer Zahnzusatzversicherung garantiert die Kostenübernahme für professionelle Zahnreinigungen noch nicht, denn nicht alle Tarife übernehmen die Kosten für professionelle Zahnreinigungen. Auch kann es möglich sein, dass die Kosten nur bis zu einem jährlich begrenzten Höchstbetrag übernommen werden. Enthält ein Zahnzusatztarif jedoch Leistungen für professionelle Zahnreinigungen, sind damit in der Regel die Kosten für eine Reinigung pro Jahr zu 100% abgedeckt.

Erstattungsbeispiel für Implantate

Auch bei bester Mundhygiene und einer umfassenden Vorsorge unterliegen auch die Zähne dem natürlichen Alterungsprozess. Demzufolge kommt fast niemand in fortgeschrittenem Alter an einem Zahnersatz vorbei und auch junge Leute können durch Unfälle oder andere Ereignisse einen Zahnersatz benötigen. Die Behandlungsmaßnahmen und die Herstellung eines Zahnersatzes sind sehr aufwendig und kostspielig. Schnell kann ein notwendiger Zahnersatz mehrere tausend Euro kosten. Doch leider übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen nur einen sehr geringen Teil dieser Kosten.

Ohne Zahnzusatzversicherung muss der betroffene Patient mit hohen Eigenzahlungen rechnen, die nicht selten für die Betroffenen kaum aufzubringen sind. Liegen die Kosten für Zahnersatz bei rund 3000 Euro, würde die GKV lediglich einen Festzuschuss von 387 Euro übernehmen. Ohne zusätzlichen Versicherungsschutz bedeutet dies für den Patienten eine Eigenleistung von 2613 Euro. Eine leistungsstarke Zahnzusatzversicherung kann hingegen den Eigenanteil spürbar senken. So würde eine leistungsstarke Zahnzusatzversicherung in diesem Beispiel circa 2313 Euro übernehmen, sodass sich der Eigenanteil auf 300 Euro beschränkt.

Erstattungsbeispiel für kieferorthopädische Behandlungen

Die Kieferorthopädie ist ein Spezialgebiet im Bereich der Zahnmedizin, welches sich vornehmlich mit der Fehlstellung der Zähne und des kompletten Kiefers beschäftigt. Die Behandlungen sind meist sehr aufwendig und langwierig und sollten möglichst früh begonnen werden. Je nach Schwere und Ausprägung der vorliegenden Fehlstellung werden kieferorthopädische Maßnahmen abrechnungstechnisch in fünf Kieferindikationsgruppen unterteilt.

Sofern eine Behandlung vor dem 18. Lebensjahr beendet wird, übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen für die sogenannte KIG 3, 4 und 5 die vollen Behandlungskosten. Behandlungen nach dem 18. Lebensjahr oder Behandlungen der KIG 1 und 2 müssen komplett privat gezahlt werden, denn in diesen Fällen leistet die GKV auch keine Zuschüsse. Für jede Art von kieferorthopädische Behandlungen muss mit Kosten von mindestens 2000 Euro gerechnet werden. Es ist im individuellen Fall also durchaus sinnvoll, Leistungen für kieferorthopädische Behandlungen mit in den Versicherungsumfang einer Zahnzusatzversicherung einzuschließen, um so den Eigenanteil an möglichen Behandlungskosten enorm zu senken. Bei Behandlungskosten von 2000 Euro würde eine entsprechende Zahnzusatzversicherung rund 1200 Euro tragen, sodass der Eigenanteil nur noch bei 800 Euro liegt.

Wie erhalte ich eine Erstattung durch Versicherung?

Dass eine Zahnzusatzversicherung mehr als sinnvoll ist, leuchtet wohl jedem Mitglied einer gesetzlichen Krankenkasse spätestens dann ein, wenn eine teure Zahnarztbehandlung oder ein neuer Zahnersatz ansteht. Die GKV übernimmt, wenn überhaupt, nur einen sehr geringen Teil der anfallenden Kosten. Hohe Eigenleistungen des Patienten sind die Folge. Auch eine Zahnzusatzversicherung wird nicht in allen Fällen Eigenkosten für den Patienten verhindern, jedoch reduzieren sich diese durch die Zusatzversicherung enorm, sodass die finanzielle Belastung für den Patienten durchaus moderat ausfällt. Doch wie funktioniert die Kostenübernahme durch die Zahnzusatzversicherung genau? Was müssen Versicherte beachten, damit die Erstattung möglichst reibungslos anläuft?

Erstattung durch die Versicherung

Kostenerstattungen erfolgen erst nach Ablauf der Wartezeit

Zahnzusatztarife enthalten bis auf wenige Ausnahmen in der Regel eine Wartezeit. Diese kann je nach Anbieter und gewähltem Tarif sehr unterschiedlich ausfallen. Im Normalfall kann jedoch davon ausgegangen werden, dass eine Zahnzusatzversicherung eine Wartezeit zwischen 6 und 8 Monaten beinhaltet. Während dieser Zeit werden Behandlungskosten und die Kosten für Zahnersatz nicht von der Zusatzversicherung übernommen. Erst nach Ablauf der vertraglich festgelegten Wartezeit ist die erstmalige Inanspruchnahme von Leistungen möglich. Maßgeblich für den Ablauf der Wartezeit ist der im Versicherungsschein festgelegte Versicherungsbeginn und nicht etwa das Datum der Antragsstellung. Bei fast allen Tarifen ist die Wartezeit zusätzlich noch mit einer Summenbegrenzung in den ersten Versicherungsjahren gekoppelt Nach Ablauf der vereinbarten Wartezeit, besteht Leistungsanspruch. Die maximale Höhe der Kostenübernahme steigt jedoch mit der Anzahl der Versicherungsjahre. Meist erfolgt eine volle Kostenübernahme nach Ablauf des vierten Versicherungsjahres.

Ein Heil- und Kostenplan ist für Versicherungen und Patienten gleichermaßen wichtig

Damit die Erstattung durch die Zahnzusatzversicherung schnell und reibungslos abläuft ist es wichtig, vor geplanten Maßnahmen vom Zahnarzt einen Heil- und Kostenplan (HKP) aufstellen zu lassen. Dieser ist für die GKV und die Zahnzusatzversicherung gleichermaßen wichtig, denn beide Versicherungen können erst nach Vorlage des Heil-und Kostenplans die Höhe der zu leistenden Zuschüsse endgültig festlegen. Der HKP sollte immer zuerst bei der GKV eingereicht werden, denn erst wenn die Höhe des Zuschusses durch die GKV feststeht, kann die Zahnzusatzversicherung tarifgemäß leisten. Auch wenn die gesetzliche Krankenkasse gar keine Kosten übernimmt, muss dies von der GKV bestätigt werden. Übernimmt die gesetzliche Krankenkasse einen Teil der Behandlungskosten, sollten diese nach Möglichkeit sowohl in Prozent, als auch als absoluter Euro-Betrag ausgewiesen sein. Sobald eine Kostenübernahme von der gesetzlichen Krankenkasse bewilligt wurde oder auch eine Ablehnung durch die GKV vorliegt, sollte der HKP bei der Zahnzusatzversicherung eingereicht werden. Für den Patienten ist die Erstellung eines Heil- und Kostenplans überaus wichtig, denn GKV und Zahnzusatzversicherung prüfen so bereits vor Behandlungsbeginn wie hoch die Erstattung ausfallen wird. Zudem wird so auch die Abrechnung des Zahnarztes durch GKV und Zahnzusatzversicherung auf ihre Korrektheit überprüft. Sollten bereits in der Prüfungsphase Probleme deutlich werden, hat der Patient noch genügend Zeit, sich diesbezüglich noch vor dem Beginn der Behandlung an seinen Zahnarzt zu wenden und notfalls den Heil- und Kostenplan noch einmal überarbeiten zu lassen (GKV 2011 – Quelle).

Nach der Behandlung müssen die Originalrechnungen eingereicht werden

Die Leistungen der gesetzlichen Krankenkassen leisten lediglich geringe Festzuschüsse für zahnärztliche Maßnahmen, die der Regelversorgung entsprechen. Auch für notwendigen Zahnersatz richten sich die Leistungen der GKV nach der sogenannten Festzuschusstabelle für die kostengünstigsten Zahnersatzvarianten mit ausreichender Funktionalität. Doch auch im Falle von Behandlungsmaßnahmen, die der Regelversorgung entsprechen deckt der Festzuschuss der GKV nicht die kompletten Kosten ab, sodass der Patient immer mit einer Zuzahlung rechnen muss. Sind Zuzahlungen durch den Patienten notwendig, umfasst eine Behandlung Leistungen, die über die Regelversorgung hinausgehen oder ist ein qualitativ und funktional hochwertiger Zahnersatz geplant, rechnet der Zahnarzt alle Leistungen, die von der GKV übernommen werden separat mit der Krankenkasse ab. Alle weiteren entstandenen Kosten stellt er dem Patienten direkt in Rechnung. Besteht eine Zahnzusatzversicherung müssen die Originalrechnungen des Zahnarztes bei der Versicherung zu Erstattungszwecken eingereicht werden. Beigefügt werden kann ein Anschreiben mit Anschrift, Emailadresse, Telefonnummer und Versicherungsnummer. Alternativ und wesentlich einfacher zu handhaben ist ein Erstattungsformular. Dieses ist häufig auf der Homepage des Versicherers oder des Vermittlers als Download erhältlich. Bei Bedarf schicken die meisten Versicherer ein entsprechendes Formular auch auf telefonische Anfrage an den Patienten.

Wartezeiten: Ab wann erhalte ich Leistungen?

Versicherungen aller Sparten dienen dazu, die Haftung und damit auch die Kosten für alle versicherten Schäden zu übernehmen und so den Versicherten im Schadensfall vor den finanziellen Folgen zu schützen. Je nach Sparte beinhalten die Verträge Wartezeiten nach dem Abschluss des Versicherungsvertrags. Diese legen einen gewissen Zeitraum fest, in dem im Schadensfall von der Versicherung noch keine Leistungen erbracht werden. Auch Zahnzusatzversicherungen beinhalten Wartezeiten, die jedoch je nach Tarif unterschiedlich ausfallen können und manchmal auch in Kombination mit einer Summenbegrenzung die Schadensleistungen beeinflussen.

Sinn und Zweck von Wartezeiten

Eine Versicherung schützt den Versicherten vor den finanziellen Folgen im Schadensfall. Die Versicherungsgesellschaft übernimmt damit das Schadensrisiko für den Versicherungsnehmer. In manchen Versicherungssparten wird dieses Risiko generell ab Vertragsbeginn in vollem Umfang übernommen. Ein Beispiel dafür ist die Kfz-Versicherung. Sie haftet für Schäden in vollem Umfang sofort ab Vertragsbeginn. In anderen Sparten, darunter auch die Zahnzusatzversicherung, übernimmt die Versicherung das Schadensrisiko erst nach einer vertraglich festgelegten Wartezeit. Eine vertraglich festgelegt Wartezeit dient der Versicherungsgesellschaft als eine Art von Schutzmaßnahme, um zu vermeiden, dass ein entsprechender Versicherungsvertrag erst dann abgeschlossen wird, wenn Leistungen in Anspruch genommen werden sollen. Im Falle einer Zahnzusatzversicherung soll durch eine Wartezeit vermieden werden, dass ein Versicherungsabschluss erst dann erfolgt, wenn in baldiger Zukunft aufwendige und teure Zahnbehandlungen oder Zahnersatz geplant sind. Daher werden Wartezeiten in die Verträge einiger Versicherungssparten eingeschlossen, in denen vermieden werden soll, dass die Versicherung erst dann abgeschlossen wird, wenn bereits ein Schaden eingetreten ist oder absehbar ist, dass Versicherungsleistungen in Kürze in Anspruch genommen werden sollen.

Wartezeit

Wartezeiten in der Zahnzusatzversicherung

Wie in allen anderen Versicherungssparten können auch Wartezeiten in der Zahnzusatzversicherung individuell vom jeweiligen Anbieter geregelt werden. Zur Festlegung eventueller Wartezeiten in Versicherungsverträgen gibt es keine eindeutigen und allgemeingültigen Regelungen. Dementsprechend können der Einschluss sowie die Dauer einer Wartezeit im Versicherungsvertrag je nach Tarif und Anbieter unterschiedlich geregelt sein. Bei der Mehrzahl der angebotenen Tarife zur Zahnzusatzversicherung ist eine Wartezeit von 6 bis 8 Monaten vertraglich festgelegt. Versicherungsangebote mit verkürzten Wartezeiten unter 6 Monaten sowie Zahnzusatzversicherungen ganz ohne Wartezeiten sind eher die Ausnahme. Nur sehr wenige Tarife garantieren eine sofortige Kostenübernahme für die Behandlungen, für die bereits ein Heil- und Kostenplan erstellt wurde.

Ist eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit sinnvoll?

Eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit kann nur bei sehr wenigen Anbietern abgeschlossen werden und ist damit im Gesamtangebot der Zahnzusatzversicherungen eher die Ausnahme. Ob der Abschluss eines solchen Tarifs sinnvoll ist, sollte im individuellen Fall jedoch eingehend überprüft werden. Bei Tarifen ganz ohne Wartezeit sind die Versicherungsbeiträge in der Regel weitaus höher, als für Zusatzversicherungen mit Wartezeit. Um gar nicht erst in die Situation zu geraten, aufgrund anstehender kostenaufwendiger Zahnbehandlungen eine Zahnzusatzversicherung ohne Wartezeit abschließen zu müssen, um die Kosten zumindest teilweise abzusichern, ist es sinnvoll, möglichst frühzeitig eine Zahnzusatzversicherung abzuschließen. Bei einem frühzeitigen Abschluss, zu einem Zeitpunkt, zu dem das Gebiss gesund ist, ist eine vertraglich festgelegte Wartezeit nicht weiter relevant, die Leistungssummen sind höher und der Versicherungsbeitrag fällt weitaus günstiger aus.

Wartezeiten mit anschließender Summenbegrenzung

Im Regelfall beinhaltet eine Zahnzusatzversicherung eine Wartezeit von 6 bis 8 Monaten nach Vertragsabschluss. In dieser Zeit übernimmt die Versicherungen kein Kosten für Zahnbehandlungen oder Zahnersatz. Marktüblich ist nach Ablauf der Wartezeit eine zusätzliche Summenbegrenzung im Vertrag. In einem Vertrag mit Summenbegrenzung steigt die Leistungssumme mit jedem Versicherungsjahr kontinuierlich an. In vielen Tarifen ist die Summenbegrenzung auf 4 Jahre Vertragslaufzeit begrenzt. Das bedeutet, ab dem fünften Versicherungsjahr erhält der Versicherte die volle Leistungssumme. Aufgrund der unterschiedlichen Vertragsgestaltung in Bezug auf Wartezeiten und Summenbegrenzungen ist es ratsam, bei der Auswahl einer individuell passenden Zahnzusatzversicherung diese Kriterien bei der Entscheidung mit zu berücksichtigen.

Kosten einer Zahnzusatzversicherung

Im Rahmen der allgemeinen Einsparungen im Gesundheitswesen gewinnen Zahnzusatzversicherungen immer mehr an Bedeutung, denn sie bieten eine gute Möglichkeit, sich vor hohen Eigenleistungen für Zahnersatz und Zahnbehandlungen zu schützen, die nicht zur Regelversorgung gehören. Die Kosten für eine solche Zusatzversicherung können unterschiedlich ausfallen, denn die genaue Prämienhöhe hängt immer vom Einzelfall und diversen prämienrelevanten Kriterien ab.

Zahnzusatzversicherung – eine der wichtigsten Zusatzversicherungen

Nicht zuletzt durch die Einsparungen im Gesundheitssystem werden die Kosten für Zahnbehandlungen zunehmend höher. Zudem hat ein guter und qualitativ hochwertiger Zahnersatz seinen Preis. Dementsprechend wichtig ist eine Zahnzusatzversicherung für alle gesetzlich krankenversicherte Patienten. Laut Gesundheitsberichterstattung des Bundes haben bis 2012 in Deutschland bereits 13,6 Millionen Menschen eine Zahnzusatzversicherung abgeschlossen und die Tendenz ist weiterhin steigend. Doch trotz der vielen Vorteile, die eine Zahnzusatzversicherung bietet, ist die Frage nach den Versicherungskosten natürlich ein wichtiger und für viele der wesentliche Aspekt bei der Entscheidung für oder gegen einen Versicherungsabschluss.

Wovon sind die Kosten für eine Zahnzusatzversicherung abhängig?

Die Kosten für eine Zahnzusatzversicherung können in jedem Einzelfall unterschiedlich ausfallen, denn die Beiträge werden nicht nach einem Pauschalsystem ermittelt, sondern sind von verschiedenen Einzelfaktoren abhängig. Selbstverständlich sind der ausgewählte Tarif und die darin enthaltenen Leistungen ein wesentliches Kriterium für die Beitragshöhe. Aber auch das Alter des Versicherungsnehmers spielt bei der Beitragsbemessung eine nicht unwesentliche Rolle. Seit dem 21.12.2012 dürfen alle Versicherer nur noch Unisex-Tarife herausgeben, sodass bei einem Neuabschluss ab diesem Datum das Geschlecht des Versicherungsnehmers keine Rolle mehr spielt (Verbraucherzentrale Bundesverband, 2011 – Quelle). Allgemein wird der Versicherungsbeitrag mit zunehmendem Eintrittsalter höher. Auch oder gerade wenn sich in jungen Jahren die Zähne in einem guten Allgemeinzustand befinden und in absehbarer Zeit keine Zahnprobleme zu erwarten sind, lohnt sich durch die günstigen Versicherungsprämien der Abschluss einer Zahnzusatzversicherung auch für junge Leute oder schon für Kinder.

Wie hoch sind die monatlichen Kosten ungefähr?

Je nach Eintrittsalter bewegen sich die monatlichen Beiträge je nach Tarif und den individuellen Kriterien zwischen 5 und 50 Euro. Bei der Entscheidung für oder gegen eine Zahnzusatzversicherung sollte daher die Höhe des Versicherungsbeitrags nicht das einzige Entscheidungskriterium sein. Um die finanziellen Aufwendungen für eine Zahnzusatzversicherung auch über Jahre richtig beurteilen zu können, sollten die Kosten für Zahnbehandlungen und Zahnersatz bedacht werden. Insbesondere Kronen und Inlays sind äußerst kostenintensive Behandlungsmaßnahmen, bei denen die gesetzlichen Krankenkassen nur einen geringen Kostenanteil übernehmen.

Wie hoch sind die Kosten für einen Zahnersatz?

Die wohl bekanntesten und häufigsten Zahnersatzformen sind Füllungen, Kronen, Brücken, Inlays und Implantate. Die Kosten für einen Zahnersatz können sehr unterschiedlich sein und hängen von verschiedenen Kriterien ab. Neben der Schwere des Zahnschadens richtet sich der Preis für den notwendigen Zahnersatz nach der Behandlungsart und der Zahnersatzherstellung. Gesetzlich Versicherte müssen zusätzlich zu einem von der Krankenkasse gezahlten Festzuschuss einen Eigenanteil für den Zahnersatz übernehmen. Dieser kann zum Teil erheblich sein, denn der Festzuschuss der Krankenkassen beträgt nur rund 50 % der Kosten für einen Zahnersatz in einfachster Ausführung. Die tatsächlichen Kosten für einen Zahnersatz unterscheiden sich jedoch ganz erheblich. So können die Preise für Zahnfüllungen von circa 40 Euro für eine einfache Amalgam- oder Zementfüllung bis hin zu rund 800 Euro für eine entsprechende Füllung aus Keramik betragen. Die GKV würde in diesem Fall lediglich die Kosten für Amalgam- oder Zementfüllungen übernehmen.

Auch bei Kronen gibt es erhebliche Preisunterschiede. So beginnen die Preise für eine Teilkrone etwa bei 100 Euro, für eine Vollkeramikkrone muss hingegen mit einem Preis um 1200 Euro gerechnet werden. Zahnimplantate sind noch weitaus teurer und liegen je nach Zahn zwischen 1500 und rund 4000 Euro je Zahn. Im Vergleich zu den zum Teil erheblichen Eigenleistungen, die ein Patient ohne Zahnzusatzversicherung für einen benötigten Zahnersatz leisten muss, sind die Versicherungsprämien für eine Zahnzusatzversicherung sehr gering, sodass sich für gesetzlich versicherte Patienten jeden Alters der Abschluss lohnt.

Beitragsbeispiele zur Zahnzusatzversicherung

Ein langfristiger Versicherungsschutz für eine 25 jährige Person mit gesunden Zähnen gibt es schon für einen Monatsbeitrag für knapp über 15 Euro. Männer und Frauen im Alter von 45 Jahren müssen hingegen bei gleichen Bedingungen mit einem Beitrag von rund 25 Euro pro Monat rechnen. Mit 55 Jahren erhöht sich Monatsbeitrag bei günstigen Tarifen auf etwa 30 Euro und ist damit immer noch günstig im Verhältnis zu den selbst zu tragenden Kosten für Zahnersatz ohne Zahnzusatzversicherung. Bereits fehlende Zähne oder bestehende Zahnerkrankungen führen unabhängig vom Alter des Versicherten zu höheren Beiträgen. Es ist daher immer sinnvoll, die Höhe des Versicherungsbeitrags im Einzelfall zu ermitteln und auch die Tarifauswahl auf die individuellen Bedürfnisse und Ansprüche abzustimmen.

Kündigung und Wechsel einer Zahnzusatzversicherung

Wechsel einer Zahnzusatzversicherung

Nicht wenige Menschen scheuen sich davor, eine einmal abgeschlossene Versicherung zu wechseln. Ein Versicherungswechsel ist ein Thema, mit dem sich die wenigsten gerne beschäftigen. Versicherungsschutz ist durch die bestehende Versicherung gegeben, sodass eine der Zeitaufwand und eine intensive Auseinandersetzung mit einem möglichen Versicherungswechsel oftmals als mühselig und lästig empfunden werden. Doch gerade bei den Zahnzusatzversicherungen tut sich viel auf dem Versicherungsmarkt, sodass es sich gerade für langjährig Versicherte lohnt, über einen Wechsel nachzudenken.

Ein Wechsel der Zahnzusatzversicherung kann sich lohnen

Nicht bei allen Versicherungen ist es sinnvoll, über einen Anbieterwechsel und somit über eine Kündigung des bestehenden Vertrags nachzudenken. So kann bei Lebensversicherungen kann eine vorzeitige Kündigung des Vertrages zu großen Nachteilen für den Versicherungsnehmer führen. In anderen Versicherungssparten, wie etwa der Autoversicherung, ist ein Versicherungswechsel hingegen mittlerweile gängige Praxis für viele Versicherungsnehmer. Ein Wechsel von Zusatzversicherungen aus dem Bereich des Krankenschutzes und speziell ein Wechsel der Zahnzusatzversicherung ist jedoch für die meisten Versicherten nach wie vor eine eher wenig genutzte Möglichkeit, zu einem besseren und günstigeren Versicherungsschutz zu gelangen. Dabei kann ein Versicherungswechsel viele Vorteile mit sich bringen.

Warum kann ein Wechsel der Zahnzusatzversicherung sinnvoll sein?

Die zusätzliche Absicherung durch eine Zahnzusatzversicherung wird für gesetzlich Krankenversicherte zunehmend wichtiger. Die Kosten im Gesundheitswesen explodieren, gleichzeitig übernehmen die gesetzlichen Krankenkassen jedoch einen immer geringer werdenden Kostenanteil. Besonders betroffen sind alle zahnmedizinischen Leistungen. Doch die gesetzlichen Krankenkassen zahlen für Zahnersatz und alle nicht zur Regelversorgung gehörende Behandlungen nur einen geringen Anteil. Ohne Zahnzusatzversicherung muss der Patient daher nicht selten mit erheblichen Eigenleistungen rechnen. Eine Zahnzusatzversicherung ist demzufolge für die Versicherten in einer gesetzlichen Krankenkasse überaus wichtig und sinnvoll. Dies spiegelt sich auch in der immer größer werdenden Nachfrage wider. Entsprechend vergrößert und verbessert sich das Angebot an neuen und auch besseren Tarifen zur Zahnzusatzversicherung stetig. Daher sollten sich vor allem bereits langjährig Versicherte die Frage stellen, ob es nicht inzwischen Angebote zur Zahnzusatzversicherung gibt, die den eigenen Bedürfnissen besser entspricht als der bestehende Altvertrag. Es lohnt sich auf jeden Fall das Versicherungsangebot regelmäßig im Auge zu behalten und nach Tarifen mit besseren Leistungen und günstigen Prämien Ausschau zu halten.

Wann ist ein Wechsel der Versicherung möglich?

Um eine bestehende Zahnzusatzversicherung durch einen neuen Vertrag mit einem günstigeren und besseren Tarif bei einem anderen Anbieter zu ersetzen, muss der bestehende Versicherungsvertrag gekündigt werden. Damit ein nahtloser Übergang und damit lückenloser Versicherungsschutz beim Wechsel vorhanden ist, ist es sinnvoll vor einem geplanten Versicherungswechsel zu überprüfen, zu wann der bestehende Vertrag gekündigt werden kann. Dabei gilt es zu beachten, dass die meisten Anbieter Verträge mit einer Mindestlaufzeit anbieten. Das bedeutet, in dieser Zeit kann der Versicherungsvertrag nicht gekündigt werden, es sei denn es findet eine Prämienerhöhung statt. Nach Ablauf der Mindestlaufzeit ist eine jährliche Kündigung mit einer Kündigungsfrist von drei Monaten zum Ablauf möglich. In Bezug auf die Kündigungsfrist ist es ratsam, den eigenen Vertrag genau anzuschauen, denn während bei manchen Anbietern die Vertragslaufzeit zum Ende des Kalenderjahres endet, ist bei anderen Anbietern das Datum des Vertragsabschlusses auch das Ende der Laufzeit.

Aufnahmebedingungen beachten

Bei einem geplanten Wechsel ist es sinnvoll, sich vorab über die Aufnahmebedingungen des neuen Anbieters zu informieren, um die persönlichen Chancen auf Antragsannahme besser einschätzen zu können. Dabei ist es von Vorteil, dass bei den meisten Anbietern die Aufnahmebedingungen klar definiert sind. Nachteilig kann es sein, wenn zum Wechselzeitpunkt gerade eine zahnärztliche Behandlung durchgeführt wird oder die Zähne nicht in Ordnung sind. In vielen Tarifen ist die Frage nach dem Gesundheitsstatus der Zähne ein wichtiges Aufnahmekriterium. Sind die Bedingungen nicht optimal erfüllt ist es meist ratsam, den geplanten Wechsel auf das nächste Jahr zu verschieben und die anstehenden Behandlungen noch über die bestehende Zahnzusatzversicherung abzuwickeln.

Wann ist ein Versicherungswechsel sinnvoll?

Es gibt einige allgemeingültige Tarifkriterien, die einen Versicherungswechsel sinnvoll machen, denn die neuen Tarife zur Zahnzusatzversicherung bieten im Schnitt immer bessere Leistungen als dies in vielen Altverträgen noch der Fall ist. Leistet der alte Vertrag weniger als 50 % ist ein Wechsel auf jeden Fall sinnvoll, denn viele der aktuellen Tarife bieten einen weit höheren Leistungssatz an. Auch wenn die alte Versicherung nur Leistungen erbringt, wenn auch die GKV Leistungen übernimmt, ist ein Wechsel ratsam. Aktuelle Zahnzusatzversicherungstarife leisten auch kassenunabhängig. Bietet der Altvertrag in einzelnen Erstattungsbereichen nur stark begrenzte Leistungen an oder fehlen wichtige Erstattungsbereiche wie etwa Knochenaufbau oder Prophylaxe, ist die ein weiteres Kriterium, welches einen Wechsel empfehlenswert macht (Stiftung Warentest 2012 -Quelle).

Altersrückstellungen und Wartezeiten beachten

Sollte Ihr Zahnzusatztarif mit Alterungsrückstellung kalkuliert sein, gehen diese bei einem Versicherungswechsel verloren. Bei den meisten Anbietern sind diese jedoch nicht sehr hoch. Die meisten Anbieter bilden sogar gar keine Rückstellungen. Bei den neuen und weitaus leistungsstärkeren Tarifen fallen die sogenannten Altersrückstellungen nicht sehr stark ins Gewicht, sodass sich trotzt des Verlustes der alten Rückstellungen ein Wechsel oftmals lohnt. Bei den meisten Zahnzusatzversicherungen gibt es beim Neuabschluss Wartezeiten zwischen 6 und 8 Monaten zu beachten. Daher sollten zum Wechselzeitpunkt keine wichtigen Zahnbehandlungen vorgesehen sein.

Kündigung einer Zahnzusatzversicherung

Eine Zahnzusatzversicherung ist eine unverzichtbare Absicherung, wenn hohe Selbstbeteiligungskosten für Zahnersatz und Zahnbehandlungen außerhalb der Regelversorgung vermieden werden sollen. Daher sollte ein bestehender Vertrag nur dann gekündigt werden, wenn ein neuer Vertrag abgeschlossen wurde und nahtlos an den alten Vertrag anknüpft.

Ein bestehender Vertrag sollte nicht ersatzlos gekündigt werden

Die gesetzlichen Krankenkassen leisten für Zahnbehandlungen und Zahnersatz nur nach einem Zuschusssystem. Das bedeutet, es gibt lediglich Zuschüsse für Behandlungen und Zahnersatz, wenn diese der Regelversorgung entsprechen. Für einen benötigten Zahnersatz erhält der Patient einen Festkostenzuschuss. Für Behandlungsmaßnahmen wie etwa bei Füllungen zahlt die GKV nur die einfachste und günstigste Ausführung.

Mitglieder der GKV müssen demnach mit hohen Eigenbeteiligungen für Zahnbehandlungen und Zahnersatz rechnen, die je nach gewünschter Ausführung und Qualität der durchgeführten Maßnahmen leicht mehrere tausend Euro betragen können. Eine Zahnzusatzversicherung stellt daher für Personen jeden Alters eine lohnenswerte und vor allem sinnvolle Investition dar, auf die nicht verzichtet werden sollte. Wer bereits durch eine Zahnzusatzversicherung abgesichert ist, sollte den bestehenden Vertrag tunlichst nicht ersatzlos kündigen und auf die Möglichkeit, hohe Eigenkosten beim Zahnersatz enorm zu reduzieren verzichten. Selbstverständlich gibt es viele Gründe, einen bestehenden Vertrag zur Zahnzusatzversicherung zu kündigen. Eine Kündigung sollte jedoch immer nur dann erfolgen, wenn ein neuer Versicherungsvertrag abgeschlossen wurde und dieser nahtlos an den bestehenden Versicherungsschutz anknüpft.

Zahnzusatzversicherung kündigen – darauf sollten Sie achten

Sollten Sie zukünftig Zahnbehandlungen oder Zahnersatz ohne Zusatzversicherung in Zukunft problemlos eigenfinanzieren können, kann der bestehende Vertrag ersatzlos gekündigt werden. Sollte dies jedoch nicht der Fall sein, ist es wichtig auf einen nahtlosen Versicherungsschutz zu achten.

Ein Kündigung sollte mit Bedacht gemacht werden.

Allgemein sollte ein Vertrag auf keinen Fall während oder bei einer geplanten Behandlung gekündigt werden. Leistungen in diesem Zusammenhang werden durch keine Versicherung mehr übernommen. Auch mit einer Ablehnung im Antragsprozess ist hierbei zurechnen, da die Gesundheitsfrage nach einer Behandlung von fast allen Versicherungen gestellt wird.

Bei manchen Tarifen wird wie bei der privaten Krankenversicherung eine Altersrückstellung gebildet. Bei einer Kündigung gehen die Rückstellungen des Vertrags verloren. Es sollte daher vorher beim bisherigen Versicherer ein Angebot zum Tarifwechsel auf einen höherwertigen Tarif eingeholt werden. So bleiben dem Versicherten die Rückstellungen erhalten.

Fristgerechte oder normale Kündigung einer Zusatzversicherung

Der normale Weg, eine Zahnzusatzversicherung zu kündigen, ist eine fristgerechte Kündigung zum Ablauf. Wie bei jeder anderen Versicherungsart kann auch ein laufender Versicherungsvertrag zur Zahnzusatzversicherung nicht jederzeit gekündigt werden. Um den Vertrag auf normalem Weg zu kündigen, müssen immer bestimmte Fristen eingehalten werden. Eine ordentliche Kündigung einer Zahnzusatzversicherung ist immer nur zum Ablauf des Versicherungsjahres möglich, welches je nach Tarif unterschiedlich definiert sein kann. So gibt es Tarife, bei denen das Versicherungsjahr, unabhängig vom Versicherungsbeginn, immer zum 31.12. endet. In anderen Tarifen endet das Versicherungsjahr zum Versicherungsbeginn.

Soll die Zahnzusatzversicherung also gekündigt werden, sind die Vertragsunterlagen zu prüfen, wann eine fristgerechte Kündigung möglich ist. Eine ordentliche Kündigung ist zudem immer erst nach Ablauf der Mindestlaufzeit möglich. Die meisten Tarife zur Zahnzusatzversicherung beinhalten eine Mindestlaufzeit von 1 bis 2 Jahren. Das bedeutet, der Vertrag kann erstmalig nach Ablauf dieser Laufzeit gekündigt werden. Nach dem Ablauf der Mindestlaufzeit ist dann jährlich eine ordentliche Kündigung möglich.

Kündigungsfrist und Kündigungsform

Soll eine Zahnzusatzversicherung ordentlich gekündigt werden, muss die Kündigung immer in schriftlicher Form und eigenhändiger Unterschrift erfolgen. Dazu muss das Kündigungsschreiben spätestens 3 Monate vor Ablauf des Vertrages bei der Versicherung eingehen. Nicht jeder Versicherer akzeptiert eine Kündigung per Fax oder Email.

Empfehlenswert ist es, die Zahnzusatzversicherung per Einschreiben mit Rückschein zu kündigen, sodass im Zweifelsfall ein Nachweis über die fristgerechte Kündigung vorliegt. Eine Kündigung per Einschreiben ist jedoch nicht zwingend vorgeschrieben.

Sonderkündigung

Unter bestimmten Voraussetzungen besteht neben der ordentlichen Kündigung auch ein Sonderkündigungsrecht. So hat der Versicherungsnehmer zum Beispiel nach einer Beitragserhöhung das Recht zur Sonderkündigung. Diese muss spätesten einen Monat nach Erhalt der Mitteilung über die Betragserhöhung beim Versicherer in schriftlicher Form eingehen.

Nach einem Schadensfall besteht bei Krankenversicherungen im Gegensatz zu Sachversicherungen kein Sonderkündigungsrecht.

Auch der Versicherer besitzt unter Umständen ein Recht auf eine Sonderkündigung des Vertrages. Begeht der Versicherungsnehmer etwa eine Obliegenheitsverletzung, indem er beispielsweise Falschangaben macht oder anzeigepflichtige Angaben unterlässt, kann der Versicherer den Vertrag kündigen.

Widerruf und Widerspruch

Der Antragsteller kann einen Antrag innerhalb einer 14-tägigen Frist (§ 8 Abs. 4 VVG) widerrufen. Es kommt dabei auf die rechtzeitige Absendung des Widerrufs und nicht auf den Zeitpunkt des Zugangs beim Versicherer an. Wird über das Widerrufsrecht nicht oder nicht zutreffend informiert, erlischt es erst einen Monat nach Zahlung des ersten Beitrags. Wird sofortiger Versicherungsschutz gewährt oder ist die Versicherung für eine bereits ausgeübte gewerbliche oder berufliche Tätigkeit des Versicherungsnehmers bestimmt, entfällt das Widerrufsrecht (§ 8 Abs. 4 VVG).

Erhält der Versicherungsnehmer die vollständigen Vertragsunterlagen – hierzu zählen die Versicherungsbedingungen und die Verbraucherinformation (§ 10 a VAG) – nicht sofort bei Antragstellung, sondern erst mit Übergabe des Versicherungsscheines, hat er statt dessen ein 14-tägiges Widerspruchsrecht (§ 5a Abs. 1 VVG). Diese zweiwöchige Frist beginnt erst dann, wenn dem Versicherungsnehmer alle Unterlagen vollständig vorliegen und er über dieses Recht, den Fristbeginn und die Dauer aufgeklärt worden ist. Unterbleibt die ordnungsgemäße Belehrung erlischt das Widerspruchsrecht erst ein Jahr nach Zahlung des ersten Beitrags (§ 5a Abs. 2 VVG).

Gewährt der Versicherer sofortigen Versicherungsschutz, kann auf die Überlassung der vollständigen Vertragsunterlagen verzichtet werden. Diese Unterlagen sind aber spätestens bei Überlassung des Versicherungsscheins oder früher, wenn der Versicherungsnehmer dies wünscht, zu überlassen (§ 5a Abs. 3 VVG).

Widerruf und Widerspruch bedürfen genau wie ordentliche Kündigung oder Sonderkündigung der Schriftform. Auch bei einem Widerruf oder Widerspruch ist es sinnvoll, diesen per Einschreiben mit Rückschein zu versenden.

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Quellen

  1. Arbeitsgemeinschaft Zahngesundheit Verbraucher- und Patientenberatung: „Wurzelkanalbehandlung (Endodontie), 2004, in: http://www.agz-rnk.de/agz/content/3/3_4/3_4_2/3_4_2_2/3_4_2_2_1/index.php
  2. Bayerische Landeszahnärztekammer (BLZK): „Parodontitis und Zahnfleischerkrankungen“, 2012, in: http://www.zahn.de/red/parodontitis-und-zahnfleischerkrankungen-faq-707.asp
  3. Grabosch, Uwe: „Mass Customization in der privaten Krankenzusatzversicherung“, Verlag Versicherungswirtschaft GmbH, Karlsruhe 2004.
  4. GKV-Spitzenverband: „Heil- und Kostenplan“, 2011, in: http://www.gkv-spitzenverband.de/krankenversicherung/zahnaerztliche_versorgung/bmv_z_ekv_z/bmv_z_ekv_z.jsp
  5. IPSOS GmbH Markt- und Meinungsforschungsinstitut, Telefonische Representativbefragung, 2009, in: http://www.hansemerkur.de/c/document_library/get_file?uuid=eb05d38f-09f4-4c07-bf35-0ad8c7bf83ef&groupId=1685
  6. Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV): „Das Bonusheft“, in: http://www.kzbv.de/bonusheft.39.de.html
  7. Kassenzahnärztliche Bundesvereinigung (KZBV): „Was zahlt die Krankenkasse?“, in: http://www.kzbv.de/was-zahlt-die-krankenkasse.157.de.html
  8. Melzer, Martina: „Professionelle Zahnreinigung – ist sie sinnvoll?“, in Apotheken-Umschau, 2013, in: http://www.apotheken-umschau.de/Zaehne/Professionelle-Zahnreinigung-Ist-sie-sinnvoll-126353.html
  9. Stiftung Warentest: „ Zahnversicherung Kieferorthopädie: Privater Schutz hilft sparen“, 2009, in: http://www.test.de/Zahnversicherung-Kieferorthopaedie-Privater-Schutz-hilft-sparen-1742920-0/
  10. Stiftung Warentest: „Zahnzusatzversicherung“, 2012 in: http://www.test.de/thema/zahnzusatzversicherungen/
  11. Verbraucherzentrale Bundesverband: „Versicherungen müssen Unisex-Tarife anbieten“, 2011, in: http://www.vzbv.de/2846.htm